Ansätze für Nachhaltigkeit im Handel

13. Juli 2006, 10:30
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Die Branche kämpft mit großem Preisdruck, umwelt- und sozialfreundliche Strategien haben jedoch Potenzial

Wien – Der Preiskampf bestimmt die Strategie großer Handelskonzerne. Nachhaltige Kriterien, also Umwelt- und Sozialaspekte, bleiben bei vielen der weltweit größten Handelsunternehmen auf der Strecke. Es werde jedoch immer deutlicher, dass auch im Handel umwelt- und sozialfreundliche Strategien Potenzial haben, so das Ergebnis einer Studie der Bank Sarasin.

Jene Unternehmen, die in erster Linie auf Preiskonkurrenz setzen, seien am wenigsten nachhaltig. Hierzu zählen die US-Unternehmen Wal-Mart und Kroger sowie die britische Supermarktfirma Morrison WM.

Schwarzes Schaf Wal-Mart

Unternehmen, die Nischenmärkte bedienen oder eine qualitätsorientierte Strategie verfolgen, schneiden besser ab. Führend sind Whole Foods Market, Coop Schweiz und Body Shop sowie die Baumarktkette Home Depot, die umweltfreundliche Produktalternativen anbietet.

Als schwarzes Schaf gelten Wal-Mart, die laufend von Menschenrechtsorganisationen wegen ihrer Arbeitsverhältnisse in Ländern wie etwa China kritisiert werden. Ein Lieferantenkodex, in dem Mindeststandards für Arbeitsbedingungen und Umweltkriterien gefordert werden, sei zwar positiv, die Durchsetzung oft aber wenig überzeugend, heißt es. (bpf, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17./18.6.2006)

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