Simbabwe: Besonders Kinder unterernährt

21. Juni 2006, 16:42
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Terre des hommes kritisiert die Situation von Kindern im südafrikanischen Land

Frankfurt/Main - In Teilen Afrikas hat sich nach einem Bericht von terre des hommes die Situation von Kindern in den vergangenen zehn Jahren spürbar verschlechtert. Ein besonders tragisches Beispiel sei Simbabwe, erklärte das Osnabrücker Hilfswerk am Freitag zum Tag des afrikanischen Kindes. Der wirtschaftliche Niedergang des einstigen Brotkorbs Afrikas habe die Lebensbedingungen extrem verschärft. Es fehle am Allernötigsten, viele Menschen, darunter unzählige Kinder, seien stark unterernährt.

Partnerorganisationen von terre des hommes seien tagtäglich mit weiteren Folgen der Armut konfrontiert, erklärte Pressesprecher Wolf-Christian Ramm. Zahlreiche Kinder lebten auf der Straße, viele flüchteten in Nachbarländer. "Ihre Not wird ausgenutzt, um sie als billige Arbeitskräfte auszubeuten, Mädchen sind gezwungen, sich zu prostituieren oder werden gezielt in Bordelle verkauft."

Terre des hommes rief die internationale Gemeinschaft zu Druck auf Simbabwe auf. Das Ausland dürfe nicht wegsehen, wenn die Regierung in Harare das Leid der Bevölkerung ignoriere. Der Tag des afrikanischen Kindes am 16. Juni erinnert an die brutale Niederschlagung des Protests südafrikanischer Schüler in Soweto durch das Apartheid-Regime im Jahre 1976. (APA/AP)

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