Holocaust geleugnet - Tscheche zu Bewährungsstrafe verurteilt

20. Juni 2006, 12:13
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21-Jähriger zog Zahl ermordeter Juden öffentlich in Zweifel

Prag - Weil er den Holocaust leugnete, ist ein 21-jähriger Tscheche zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Der Angeklagte hatte im Oktober 2005 bei einer Demonstration zur Unterstützung des deutschen Rechtsextremisten Ernst Zündel in Prag die Zahl ermordeter Juden öffentlich in Zweifel gezogen. Damit sei erstmals in Tschechien ein Angeklagter nach diesem speziellen Paragrafen verurteilt worden, sagte ein Jurist am Freitag dem tschechischen Rundfunk.

Zündel (66) steht derzeit in Mannheim vor Gericht. Ihm wird Volksverhetzung vorgeworfen. Er soll von Kanada aus in Publikationen weltweit die Massentötung von Juden in Gaskammern geleugnet haben. (APA/dpa)

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