Erweiterung des Salzburger Museums "Haus der Natur" 2008 fertig

23. Juni 2006, 17:28
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Modernisierung kostet sechs Millionen Euro - Baubeginn Frühjahr 2007 - Salzburger Architekt Fritz Lorenz gewann Wettbewerb

Salzburg - Das Salzburger naturhistorische Museum "Haus der Natur" wird im Frühjahr 2007 um sechs Mio. Euro erweitert und modernisiert. Teile werden in das ehemalige Gebäudes des Museums Carolino Augusteum (SMCA) untergebracht. Nach der Fertigstellung der Baumaßnahmen im Jahr 2008 soll es ein in Österreich einmaliges "Experimentarium & Science-Center" erhalten, sagte Direktor Eberhard Stüber am Freitag bei einer Pressekonferenz.

Sieger des Architektenwettbewerbs zur Erweiterung des Museums wurde der Salzburger Architekt Fritz Lorenz. Er verband nach Ansicht der Jury am Besten den Altbestand - das von Fischer von Erlach entworfene Kloster - mit dem Bau der sechziger Jahre, der durch den Auszug des Museums Carolino Augusteum in die Neue Residenz freigeworden ist. Besondere Anerkennung fand das gläserne Stiegenhaus, das sozusagen als Gelenk Alt- und Neubestand verbindet.

"Außerhalb Wiens erfolgreichstes naturhistorisches Museum Österreichs"

"Das Haus der Natur am Museumsplatz in Salzburg ist außerhalb der Stadt Wien das erfolgreichste naturhistorische Museum Österreichs", erklärte Bürgermeister Heinz Schaden. Um eine Weiterentwicklung des Hauses zu gewährleisten, hätten Stadt und Land eine Erweiterung um das frühere SMCA-Gebäude und eine bauliche Erneuerung und Modernisierung beschlossen.

Dabei sollte insbesondere die derzeit unzureichende Eingangs-Situation verbessert und eine funktionale und gestalterische "Verklammerung" zwischen den beiden Gebäuden erreicht werden. Die Gesamtmodernisierung lassen sich Stadt und Land sechs Millionen Euro kosten. 3,3 Millionen davon fließen in den Erweiterungsbau mit 50 Prozent zusätzlicher Fläche.

Dass die Platznot bald ein Ende haben wird, darüber zeigte sich der Museums-Direktor "sehr glücklich". Das Haus werde nun behindertengerecht samt Besucherlift erschlossen, die neue Eingangssituation verkürze drastisch die Wartezeiten. Nach der Erweiterung könnten auch großzügigere Sonderschauen stattfinden.

Das Spezialprojekt "Experimentarium & Science-Center" müsse allerdings extra finanziert werden, erklärte Stüber. Es soll durch modernste Animation und Interaktion die Lust auf Technik, Physik und Experimente fördern. Stüber will das zwei Millionen Euro teure Projekt schrittweise installieren. "Wir bauen dabei auch auf eine Kooperation mit der Industrie, die angesichts des Nachwuchsmangels in manchen Sparten bereits großes Interesse an dem Center gezeigt hat", sagte Gerhard Buchleitner, Vorsitzender des Museumskuratoriums. (APA)

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