Keine Verwarnung für Maskenmann

16. Juni 2006, 13:49
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FIFA: "Wir dürfen jetzt nicht kleinlich sein" - Auch in Ecuador träumt man erstmals vom Endspiel

Berlin - Die FIFA will Ecuadors "Maskenmann" Ivan Kaviedes nicht verwarnen. Der 28-jährige Stürmer hatte am Donnerstag nach seinem Treffer zum 3:0 gegen Costa Rica eine Art Spiderman-Maske in Gelb aus seiner Hose gezogen und über sein Gesicht gezogen. FIFA-Sprecher Markus Siegler sagte am Freitag dazu, ihm sei nicht bekannt, dass so etwas laut Spielregeln verboten sei. "Wir dürfen jetzt nicht kleinlich sein." Allerdings dürfe das Beispiel nicht Schule machen.

Kaviedes habe mit dem maskierten Jubel seines besten Freundes gedacht, der vor einem Jahr bei einem Autounfall starb, wie die "Bild"-Zeitung berichtete. Dieser, ebenfalls ein Nationalspieler, feierte seine Tore den Angaben zufolge mit einer solchen Maske.

Der eingewechselte Kaviedes hatte den Treffer in der Nachspielzeit erzielt. Ecuador sicherte sich mit dem Sieg den vorzeitigen Einzug in das Achtelfinale.

Ende der Tiefstapelei

Nach dem historischen WM-Triumph hat die Elf aus dem Hochland der Anden ihre Tiefstapelei aufgegeben und vor dem für den Gruppensieg entscheidenden Spiel gegen Deutschland erstmals große Töne gespuckt. "Wir wollen weiter Geschichte schreiben", kündigte Ecuadors Teamchef Luis Suarez stolz und glücklich nach dem erstmaligen Einzug ins Achtelfinale an.

"Mein Traum ist es, ins Finale zu kommen - und dann zu gewinnen. Das wäre eine Riesenüberraschung, aber nichts ist unmöglich." Stürmer-Star Agustin "Tin" Delgado meinte: "Gegen Deutschland wird es sicher schwierig. Aber wenn wir so weiter machen, ist noch vieles möglich."(APA)

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    Eingenwilliger, unterhaltsamer Torjubel.

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