Meisterin der Zahlenspiele werden

19. Juli 2006, 14:05
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Budgets sind nicht geschlechtsneutral: Ein Controlling-Lehrgang, der Vielfalt zulässt

"Zwei mal drei macht vier, widde widde witt und drei macht neune", so hat Pippi Langstrumpf das Einmaleins neu erfunden. Mindestens genauso exzellente Meisterinnen der Zahlenspiele sind Frauen, die im Controlling-Bereich arbeiten. Und trotzdem verdienen sie, ähnlich wie in anderen Berufssparten, ein Drittel weniger als ihre männlichen Kollegen. "Weil sie in niedrigeren Hierarchie-Ebenen tätig sind", meint die Herausgeberin der ControllerInnen-Gehaltsstudie Rita Niedermayr-Kruse.

Prozesse gestalten, Chancengleichheit fördern

Ein Controllerinnen-Lehrgang für arbeitslose und arbeitssuchende Frauen will das ändern: In dem Kurs, der im September startet, erwerben die Teilnehmerinnen nicht nur die nötigen Skills, um den Management-Prozess der Zielfindung, Planung und Steuerung zu gestalten und begleiten, sie lernen überdies, in ihre Tätigkeit die Konzepte von Gender und Diversity zu integrieren. Denn Budgets sind nicht geschlechtsneutral. Und immer mehr Organisationen und Unternehmen entscheiden sich dafür, sich mit den sozialen Unterschieden ihrer MitarbeiterInnen auseinander zu setzen und damit deren Chancengleichheit und Vielfalt zu fördern. Daher spielen hier nicht nur Bilanzierung, Cash Flow und Kostenrechnung eine Rolle, sondern auch Gender Budgeting und Equal Pay.

Controlling für Frauen

Die Kursteilnehmerinnen haben die Möglichkeit, im Lauf des Bildungsangebotes drei Zertifikate zu erhalten: Den Wirtschaftsführerschein EBC*L, Excel Advanced der Österreichischen Computer-Gesellschaft und das Controllerinnen-Zertifikat des ÖCI. Der Lehrgang, den das Bildungs- und Beratungszentrum equalizent in Kooperation mit dem Österreichischen Controller-Institut ÖCI anbietet, wird vom AMS gefördert. Er richtet sich an arbeitssuchende Frauen ohne betriebswirtschaftlichen Hintergrund und die Teilnahme ist kostenlos. (red)

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Equalizent

Telefonische Auskünfte bei Heidrun Aigner, T: 01/409 83 18
Info-Nachmittage am 27. und 30. Juni

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