Eine Kunstbiennale auch für Wien

22. Juni 2006, 18:03
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Erste Ausgabe der "Viennabiennale" startet im September

Wien - Nun hat auch Wien seine eigene Kunstbiennale. Die erste "Viennabiennale" zeigt vom 21. September bis zum 10. Oktober junge internationale Kunst. Ziel ist die Vernetzung zwischen Kunstschaffenden aus dem In- und Ausland. Etablierte Galerien dienen genau so als Veranstaltungsort, wie unabhängige Off-Spaces, Kulturinstitute, Botschaften, Ateliers und freie Räume. Die Förderung von jungen aufstrebenden Künstlern, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen, ist dabei besonders wichtig, wie die Veranstalter in einer Aussendung bekannt gaben.

Unter den rund 40 internationalen Künstlern befinden sich auch der österreichische Fotograf Markus Krottendorfer, der sein Atelier im 16. Bezirk öffentlich zugänglich machen wird, sowie der österreichische Medienkünstler Peter Kogler. Von den internationalen Teilnehmern sind unter anderen der Bulgare Kamen Stojanov mit einer Installation und der slowakische Künstler Erik Binder bekannt. Ein internationales Team an Kunstschaffenden zeichnet für die Künstlerauswahl verantwortlich, darunter Korrespondenten aus London, Berlin, Laibach und Zagreb.

Verkauf nicht der Hauptaspekt

"Die Veranstaltung ist keine Verkaufs-Biennale, es handelt sich großteils um non-sellable-art, darunter viele Installationen und Projektionen. Wenn in den Galerien dennoch potenzielle Käufer auftauchen, unterstützen wir das natürlich", sagte Mario Grubisic Koordinator und Initiator der "Viennabiennale" und Lehrbeauftragter an der Akademie der bildenden Künste. Viele seiner Kollegen hätten sich beschwert über zu wenig junge Kunst aus dem Ausland. "Die Biennale entstand aus dem Manko an Information über junge Kunst aus anderen Ländern, wie Tschechien, Ungarn, aber auch Italien", so Grubisic.

Die "Viennabiennale" findet in Zusammenarbeit mit dem Projekt Pipeline aus Wien statt, das durch eine künstlerische Intervention im öffentlichen Raum vertreten sein wird. Unterstützung durch europäische Galerien erfolgt durch die Teilnahme der Prager Display Gallery, sowie der Galerie Adler aus Frankfurt. Die Bandbreite der Veranstaltungsorte spannt sich vom Kunstbüro in der Innenstadt über den Otto Wagner Pavillon bis zur Kunsthalle in Meidling. (APA)

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