Sappi verlagert SAP-Betrieb an den Rennweg

23. Juni 2006, 10:23
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Outsourcingauftrag an T-Systems Austria

Dass Unternehmen ihre EDV oder Teile davon an einen Dienstleister outsourcen - also außer Haus geben, um sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren -, ist heute gang und gäbe. Dass ein internationaler Großkonzern mit Sitz in Johannesburg und mit einem auf drei Kontinente verteilten Betrieb dafür einen österreichischen Outsourcing-Spezialisten wählt, kommt nicht alle Tage vor. Entsprechend stolz ist Rudolf Kemler, Geschäftsführer T-Systems Austria, dass sein Team vom unternehmenseigenen Rechenzentrum am Wiener Rennweg aus die globalen SAP-Systeme (für Finanzen, Administration, Produktionsentwicklung etc.) für 12.000 Mitarbeiter der südafrikanischen Sappi verantworten.

"Ohne rot werden zu müssen"

Sappi (South African Paper and Pulp Industries) ist der weltgrößte Hersteller von gestrichenem, holzfreiem Feinpapier. Vor dem Deal mit den Österreichern war Sappi in diesem Bereich IBM-Kunde. "Ohne rot werden zu müssen, können wir von uns behaupten, dass unser im Herbst 2004 in Betrieb genommenes Rechenzentrum weltweit eines der sichersten ist", nennt Kemler dem Standard einen der Gründe, die den Ausschlag für das Zustandekommen des über 72 Monate laufenden Vertrags gegeben haben. Die Gesamtauftragssumme dafür liege im "zweistelligen Millionen-Euro-Betrag". Als größte Herausforderungen für T-Systems galt der Transfer der SAP-Systeme von der Konzernzentrale in Johannesburg nach Wien. Allein für die Produktivsysteme wurde ein Terrabyte Datenvolumen verlagert. Dazu kommt die zweieinhalbfache Menge für Entwicklungs- und Testsysteme. Die Migration musste innerhalb von acht Wochen abgeschlossen sein. (Karin Tzschentke, DER STANDARD Printausgeb, 16.06.2006)

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