Vermisster Patient nach einer Woche tot in Berliner Klinik gefunden

18. Juni 2006, 19:20
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Leiche lag in abgelegenem Technikraum - Todesursache unklar - Mann war dement gewesen

Berlin - In einem abgelegenen Technikraum eines Berliner Klinikums ist am Donnerstag ein Patient tot aufgefunden worden, der fast eine Woche lang vermisst worden war. Dies teilten die Polizei und das Vivantes-Klinikum mit. Woran der 63-Jährige gestorben ist und wie er in den Technikraum kam, war nach Angaben eines Polizeisprechers zunächst unklar. Die Leiche sollte obduziert werden.

Der Tote war am frühen Nachmittag in dem Krankenhaus in Neukölln entdeckt worden. Der Patient war seit Freitag vermisst worden. Beamte hatten bereits nach ihm gesucht und Anrainer befragt. Ein Zimmernachbar hatte das Verschwinden gemeldet. Der Mann hatte nach Angaben des Klinikums unter Demenz gelitten und war auf Medikamente angewiesen.

Zweiter Vorfall in Berliner Krankenhaus

Es ist bereits die zweite Schreckensnachricht aus einem Berliner Krankenhaus binnen weniger Tage. Am Montagabend war in einem Fahrstuhl des Benjamin-Franklin-Hospitals ein Rentner entdeckt worden, der 80 Stunden lang dort feststeckt hatte. Ihm geht es nach Angaben der Polizei wieder besser.

Die Polizei hatte auch nach diesem Patienten lange gesucht. "Wir gehen noch mal nach, was wir an der Geschichte falsch gemacht haben", sagte Polizeisprecher Bernhard Schodrowski. Die Polizei bedauerte den Vorfall. Man sei offenbar zu spät eingestiegen und habe nicht gründlich genug gesucht, hieß es. (APA/AP)

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