Helmuth Lohner nahm als Josefstadt-Direktor Abschied von der Bühne

22. Juni 2006, 17:03
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Übergab Rolle in "Bunbury" an seinen Nachfolger Föttinger

Wien - Der mit Ende der Saison scheidende Direktor des Wiener Theaters in der Josefstadt, Helmuth Lohner, stand gestern, Mittwoch, Abend zum letzten Mal in dieser Funktion auf der Bühne. Nach 46 ausverkauften Vorstellungen von Oscar Wildes "Bunbury" übergab Lohner die Rolle der "Lady Bracknell" an seinen Nachfolger an der Spitze des Theaters, Herbert Föttinger. Dieser wird die Rolle auch in zwei Vorstellungen am 17. Juni sowie in der nächsten Saison ab 16. September 2006 spielen, teilte das Theater in der Josefstadt am Donnerstag mit.

"Von Frau zu Frau"

Otto Schenk ehrte, noch in Kostüm und Maske der "Miss Prism", seinen Kollegen und Direktor auf offener Bühne von "Frau zu Frau", wie er sagte, und gab seinem Wunsch Ausdruck, dass Lohner bald als Schauspieler an die Josefstadt zurückkehre. Das Publikum quittierte dies mit minutenlangem Applaus und Standing Ovations.

Nach der Abschiedsvorstellung feierte das Ensemble der Josefstadt in den Sträußelsälen weiter. Der Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny überreichte zum Dank der Stadt Wien für die Verdienste Lohners um die Josefstadt ein Faksimile einer Nestroy-Szene aus "Kampl", den Lohner in der Regie von Herbert Föttinger in der Saison 2004/ 05 verkörperte. (APA)

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