BP sieht keine Gefahr für weltweite Energieversorgung

11. Juli 2006, 17:51
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Der hohe Ölpreis sei nicht Folge knapper Vorräte, sondern knapper Kapazitäten bei der Verarbeitung, sagte BP-Ökonom Rühl

Berlin - Die weltweite Energieversorgung ist aus Sicht des britischen Mineralölkonzerns BP auf absehbare Zeit nicht in Gefahr. Der derzeit hohe Ölpreis sei nicht die Folge knapper Vorräte, sondern knapper Kapazitäten bei der Verarbeitung des Erdöls, sagte BP-Vize-Chefökonom Christof Rühl am Donnerstag in Berlin.

Bisher werde "jedes Barrel Öl und jeder Kubikmeter Gas mindestens ersetzt", das heißt die Größe neu erschlossener Reserven liege über dem Verbrauch.

Rühl stellte den von BP jährlich erstellten Weltenergiebericht vor. Danach war 2005 Kohle die Energieform mit dem am stärksten gewachsenen Verbrauch. Dies lag fast ausschließlich an der Nutzung in China, die um 11 Prozent stieg. Das Land deckt seinen Bedarf nahezu komplett aus einheimischer Kohle.

Das globale Wachstum beim Energieverbrauch verlangsamte sich der BP-Analyse zufolge von 4,4 Prozent 2004 auf 2,7 Prozent im Jahr 2005. In den USA sank der Ölverbrauch im vergangenen Jahr um 0,2 Prozent. Während es beim Ölpreis trotz steigender Lagerbestände aber noch keine Entspannung gebe, habe sich bei Kohle und Gas das Bild bereits geändert: Der Preis für Kohle sei seit einem Jahr in etwa stabil und für Gas seit Dezember rückläufig, berichtete Rühl.(APA/dpa)

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