P.S.K.-Vorstand war über ÖGB-Schulden informiert

26. Juni 2006, 11:05
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Kanzlei KPMG prüfte BAWAG-P.S.K.-Verschmelzung

Wien - Der frühere Vorstand der Österreichischen Postsparkasse (P.S.K.) war über die nunmehrigen ÖGB-Schulden in der Höhe von 1,53 Mrd. Euro voll und ganz informiert, berichtet das Nachrichtenmagazin "Format" laut einer Vorausmeldung. Nicht nur Ex-BAWAG-Vorstandsvorsitzender Johann Zwettler, sondern auch der für Bilanzfragen in der P.S.K. verantwortliche Generaldirektor und jetzige BAWAG P.S.K.-Vizegeneral Stephan Koren habe alle Details über die BAWAG P.S.K.-Fusion gekannt.

Das gehe aus einem Antrag an den P.S.K.-Aufsichtsrat vom 5. Juli 2005 mit dem Titel "Optimierung der Konzernstruktur 'Fusion von BAWAG und P.S.K.' unter dem neuen Firmennamen: BAWAG P.S.K." hervor. "Die bisherige BAWAG und künftige Anteilsverwaltung BAWAG P.S.K. (AVB) fungiert als reine Finanzholding und ist damit oberstes Mitglied der Kreditinstitutsgruppe", heißt es laut Bericht etwa in dem Aufsichtsratspapier.

In der Sitzung vom Juli 2005 hätten Koren und Kollegen die Bestellung der Wirtschaftsprüfungskanzlei KPMG zum Verschmelzungsprüfer beantragt. Die KPMG-Experten hätten in der Folge detaillierte Prüfberichte formuliert, die auch die AVB-Schulden in der Höhe von 1,53 Mrd. Euro ausführlich dokumentiert hätten. (APA)

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