Festnahmen vor Shanghai-Gipfel

16. Juni 2006, 14:13
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Chinesische Aktivistinnen berichten von Hausarrest und Schlägen

Shanghai - Vor Beginn der Gipfelkonferenz der Shanghaier Kooperationsorganisation (SCO) am Donnerstag hat die chinesische Polizei mehrere Demonstranten festgenommen und unter Hausarrest gestellt. Das berichteten Betroffene am Mittwoch in der Hafenmetropole. Cao Yibao, die gegen die Zwangsräumung von Grundstücken protestiert hatte, wurde nach eigenen Angaben bereits am 6. Juni unter Hausarrest gestellt. Sie vermutete, dass sie nach dem Ende des Gipfels am Freitag wieder freigelassen werde. Der SCO ("Shanghai-Sechs") gehören China und Russland sowie die zentralasiatischen Ex-Sowjetrepubliken Kirgisien, Tadschikistan, Kasachstan und Usbekistan.

Überwachung von Dissidenten

Eine andere Demonstrantin, Qiu Meili, wurde nach eigenen Angaben von der Polizei geschlagen. Sicherheitskräfte hätten sie ohne Angabe von Gründen festnehmen wollen. Als sie sich gewehrt habe, hätten zwei Wachen sie in einen Wagen gezwungen und in dieselbe Unterkunft wie Cao gebracht. Politische Dissidenten berichteten, die Polizei habe die Überwachung ihrer Häuser verstärkt. Die Polizei war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. (APA/AFP)

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