Reporter ohne Grenzen errichtet Journalistengedenkstätte

4. Juli 2006, 22:10
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Pressefreiheitsorganisation bittet um Mitwirkung bei der Erstellung einer Liste getöteter Journalisten

Die Stadt Bayeux in der Normandie (Frankreich) errichtet mit Hilfe von Reporter ohne Grenzen eine Gedenkstätte zur Würdigung all jener Journalistinnen und Journalisten, die in Ausübung ihres Berufes ihr Leben verloren haben.

Die Gedenkstätte ist ausschließlich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Medien und der Pressefreiheit gewidmet und wird die erste ihrer Art in Europa sein. Sie soll aus einem Spazierweg bestehen, der von weißen Steinen gesäumt wird, welche die Namen aller weltweit seit dem Jahr 1944 getöteten Journalisten tragen.

Reporter ohne Grenzen bittet daher weltweit um Hilfe bei der Zusammenstellung einer Liste der seit 1944 getöteten Journalistinnen und Journalisten. Nachdem die Angaben überprüft wurden, werden die Namen der Reporter in eine Liste aufgenommen und schließlich in die Steine des Mahnmales eingemeißelt. Die Journalistengedenkstätte in Bayeux wird am 7. Oktober 2006 eröffnet. (red)

Wenn Sie einen oder mehrere Journalisten, die seit 1944 in Ausübung ihrer Tätigkeit getötet wurden, namentlich kennen, bitten Reporter ohne Grenzen Sie, alle relevanten Informationen (Name des Opfers, Medium/ Arbeitgeber, Datum und Ort des Todes) per E-Mail an memorial@rsf.org zu senden.
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