Neues Chirurgieverfahren bewährt sich

21. Juni 2006, 15:29
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Oberösterreicher entwickelte und patentierte neue Methode zur Behandlung von Brüchen des Oberarmkopfes

Linz - Eine weltweit neue Methode zur Behandlung von Brüchen des Oberarmkopfes, eines Teils der Schulter, hat ein Unfallchirurg am Landeskrankenhaus Bad Ischl (Bezirk Gmunden) entwickelt. Das teilte das Spital am Mittwoch in einer Presseaussendung mit. Er erfand ein Implantat, mit dem Patienten sofort nach der Operation fast völlig schmerzfrei sind und sich rascher wieder bewegen können als nach der bisherigen Behandlungsweise.

Knapp 60 Patienten wurden während der eineinhalb Jahre langen Testphase des Implantats in Bad Ischl bereits nach der neuen Methode operiert. Kernstück ist eine so genannte dynamische Doppelplatte, die in einem kleinen Eingriff in die verletzte Schulter eingesetzt wird. Dieses Implantat soll die Knochen-Bruchstücke fixieren, zugleich erlaubt es kleinste Bewegungen in der Bruchzone, die wiederum die Heilung beschleunigen. "Der Bruch muss nicht direkt freigelegt werden. Das Implantat bleibt im Normalfall im Körper", erläuterte Unfallchirurg Erwin Aschauer, der die Methode zusammen mit einer Firma aus Fürstenfeld (Steiermark) patentieren ließ.

Die Testphase wurde vor wenigen Tagen abgeschlossen, derzeit laufen die letzten Optimierungen. Dann soll das Implantat auch anderen Spitälern zur Verfügung stehen. Interessenten gibt es laut Aschauer bereits genug. (APA)

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