Beschäftigung in Eurozone wächst schneller

28. Juni 2006, 15:11
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Über 600.000 EU-Bürger fanden einen neuen Job im ersten Quartal - Überdurchschnittliches Wachstum in Österreich, Rückgang in Deutschland

Luxemburg/Brüssel - Der Beschäftigungsanstieg in der EU hat in den ersten drei Monaten dieses Jahres angehalten, in den Euro-Ländern alleine hat sich das Jobwachstum spürbar beschleunigt.

Wie aus einer am Mittwoch erstmals veröffentlichten Quartalsschätzung des EU-Statistikamtes Eurostat über die Zahl der Erwerbstätigen hervorgeht, ist die Beschäftigung sowohl in der Gesamt-EU als auch in der Eurozone gegenüber dem ersten Quartal 2005 um 0,9 Prozent gestiegen. In den Vorquartalen hatte das Wachstum in der EU zwischen 0,8 und 0,9 Prozent, in der Eurozone 0,6 bis 0,7 Prozent betragen.

Eurostat schätzt, dass damit im ersten Quartal 2006 saisonbereinigt in der Eurozone 138 Millionen Männer und Frauen erwerbstätig waren, in der EU-25 rund 203 Millionen. Gegenüber dem Vorquartal, also dem letzten Jahresviertel 2005, ist die Beschäftigung damit in der Eurozone um 0,3 Prozent und in der Gesamt-EU um 0,2 Prozent gestiegen. Umgerechnet haben somit in der Eurozone in den ersten drei Monaten dieses Jahres 427.000 Personen einen Job gefunden, in der Gesamt-EU 612.000.

In Österreich ist die Beschäftigung mit einem Zuwachs von 1,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres und 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal überdurchschnittlich stark angestiegen. Allerdings geben die Angaben Österreichs nicht wie in den anderen EU-Staaten den Anstieg der Zahl der beschäftigten Personen, sondern der Beschäftigungsverhältnisse wieder, betonte Eurostat.

Den höchsten Beschäftigungsanstieg in der EU verzeichnete im ersten Quartal Lettland mit einem Zuwachs von 3,9 Prozent, Spanien mit 3,7 Prozent und Dänemark mit 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Zurückgegangen ist die Beschäftigung laut den bisherigen Statistikdaten nur in Deutschland - und zwar um 0,1 Prozent. Von einigen Ländern sind die Daten allerdings noch ausständig. (APA)

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    Eurostat schätzt, dass im ersten Quartal 2006 saisonbereinigt in der Eurozone 138 Millionen Männer und Frauen erwerbstätig waren, in der EU-25 rund 203 Millionen.

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