Wiener Exportmotor brummt

3. Juli 2006, 15:57
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Die Bundeshauptstadt exportiert jährlich Waren und Dienstleistungen im Wert von 27 Milliarden Euro

Wien - Wien exportiert jährlich Waren und Dienstleistungen im Wert von 27 Mrd. Euro. Dabei weist die Bundeshauptstadt eine positive Handelsbilanz auf - zumal lediglich der Gegenwert von 24,6 Mrd. Euro importiert wird. Somit steht Wien für 16 Prozent aller österreichischen Ausfuhren. Diese Zahlen präsentierte am Dienstagabend die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien (WKW), Brigitte Jank, vor Journalisten.

Mit diesem Ergebnis stehe die Bundeshauptstadt im europäischen Vergleich äußerst gut da. Während Wien für 16 Prozent der Exporte des Gesamtstaates verantwortlich zeichne, seien dies bei Berlin 12,5, bei London 11,8 und bei der Stadt Paris gar nur vier Prozent. Insgesamt beteiligten sich 8.000 Wiener Firmen am In- und Export.

%0 Prozent in alte EU-Mitgliedsländer

Dabei gingen immer noch 50 Prozent der Wiener Ausfuhren in die alten EU-Mitgliedsländer (hier am häufigsten nach Deutschland), 18 Prozent in die zehn neuen Beitrittsländer (also vorwiegend in den Osten) und 18 Prozent auf den Balkan und in die GUS-Staaten. Große Chancen für die exportierenden Betriebe der Hauptstadt lägen in Zukunft in Asien und der GUS, so Jank. Gefordert sei hier auch die Außenpolitik der Stadt, mit der gemeinsam man die Stärken des Standortes in Zielmärkten noch intensiver bewerben müsse.

Einen immer wichtiger werdenden Faktor im Konzert der Wiener Wirtschaftstreibenden spielt dabei die Kreativwirtschaft. Deren Produktspektrum ist breit gefächert und reicht vom speziell für essgestörte Kinder kreierten Teller über Designerhüte und Handyspiele bis hin zu Lichtinstallationen.

Betriebe und Arbeitnehmer

15.000 der insgesamt 28.700 österreichischen Branchenbetriebe hätten ihren Sitz in Wien und würden elf Prozent zur Wertschöpfungskette beisteuern. 100.000 Menschen seien - inklusive des öffentlichen Sektors - in der Kreativwirtschaft unselbstständig beschäftigt.

Die WKW helfe hier einerseits bei der Erlangung betriebswirtschaftlichen Know-Hows, so Jank. Auf der anderen Seite sollen den Betrieben die Bedeutung von Marketing, Design und Markenauftritt vermittelt werden. (APA)

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    foto: standard/newald
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