15.000 Euro landeten im Reißwolf

11. Oktober 2006, 12:31
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Eine Million Prospekte eingestampft - Grund: Es war von 24 statt 18 Abfangjägern die Rede - "Kleinweise" Vernichtung erst ab 2004

Wien - Auch der papierene Eurofighter kommt dem Steuerzahler nicht billig. Das Bundesheer hat eine Million Prospekte einstampfen lassen, mit denen eigentlich für den neuen Flieger geworben werden sollte, berichten "News" und "Kleine Zeitung". Grund für die Vernichtung der Folder: In ihnen war noch von 24 Eurofightern die Rede, letztlich wurden es wegen des Jahrhundert-Hochwassers aber nur 18. Geordert wurden die Prospekte übrigens noch unter Ex-Verteidigungsminister Herbert Scheibner (B), versichert das Büro des jetzigen Ressortchefs Günther Platter (V).

15.000 Euro

Ereignet haben soll sich die Reißaktion freilich erst 2004, als die Folder mit einem von der "Kleinen Zeitung" geschätzten Wert von 15.000 Euro schon zwei Jahr herumlagen. Ein Mitarbeiter der "Heeresbild- und Filmstelle" wurde damals beauftragt, die Broschüren der Vernichtung zuzuführen. Da diese Aktion "kleinweise" in wöchentlichen Portionen durchzuführen war, wurde der Reißwolf bis ins Jahr 2005 hinein mit Eurofightern gefüttert.

"Optimale Lösung"

Interessant ist auch der Titel des letztlich nicht in Umlauf gebrachten Folders - "Eurofighter. Die optimale Lösung für Österreich". Das ist exakt der gleiche Slogan mit dem die Herstellerfirma EADS in Fachmagazinen für ihren Flieger geworben hat. (APA)

  • Eurofighter-Prospekte im geschätzten Wert von 15.000 Euro wurden vernichtet
    foto: standard/cremer

    Eurofighter-Prospekte im geschätzten Wert von 15.000 Euro wurden vernichtet

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