Inflationsrate blieb im Mai bei 1,7 Prozent

17. Juli 2006, 11:04
5 Postings

Die Teuerung ist in Österreich im Mai stabil geblieben - Die Jahres-Inflationsrate blieb auf dem Niveau des Monats April

Wien - Die Teuerung ist in Österreich im Mai stabil geblieben. Die Jahres-Inflationsrate lag wie bereits im Vormonat April (revidiert) bei 1,7 Prozent. Im März war der heimische VPI im Jahresabstand um 1,0 Prozent höher gewesen, im Februar und Jänner jeweils um 1,2 Prozent. Hauptfaktoren der Teuerung sind laut Statistik Austria die anhaltenden Preissteigerungen bei den energierelevanten Ausgabengruppen Wohnung, Wasser und Energie sowie Verkehr um jeweils mehr als 4 Prozent. Gegenüber dem Vormonat April stieg das heimische Preisniveau im Mai um 0,1 Prozent.

Die für die Euro-Zone errechnete HVPI-Rate Österreichs blieb im Mai weiter bei 2,1 Prozent, wobei auch hier der Vormonatswert nachträglich revidiert worden ist. Im März hatte der HVPI-Anstieg nur 1,3 Prozent ausgemacht, im Februar und Jänner jeweils 1,5 Prozent. Gegenüber dem Vormonat April blieb das HVPI-Preisniveau unverändert.

Preistreiber Wohnung, Wasser, Energie

"Hauptpreistreiber" war in Österreich im Mai im Jahresabstand mit +4,7 Prozent die Hauptgruppe "Wohnung, Wasser und Energie", die nach Angaben der Statistik Austria von Mittwoch die Hälfte der Inflationsrate von 1,7 Prozent erklärt. Hauptverantwortlich dafür war Haushaltsenergie, bei der die Preise um 8,2 Prozent stiegen. Dabei wurde Heizöl um satte 24 Prozent teurer, Strom um 4 Prozent.

Betriebskosten für Wohnungen waren im Mai um 6 Prozent teurer als vor einem Jahr, darunter bei Eigentumswohnungen +18 Prozent, bei Mietwohnungen +3 Prozent. Die Instandhaltung von Wohnungen kam um 3,9 Prozent teurer. Dagegen verzeichneten Ausgaben für Eigentumswohnungen (Annuitätenzahlungen) neuerlich einen Rückgang, diesmal um 20,4 Prozent im Jahresabstand.

In der Hauptgruppe "Verkehr" stiegen die Preise im Jahresabstand um durchschnittlich 4,4 Prozent. Treibstoffe verteuerten sich um 13 Prozent, dabei diesmal Normal-, Superbenzin um Diesel jeweils um genau 13 Prozent.

Top-Preisdämpfer

Als "Top-Preisdämpfer" verzeichnete die Hauptgruppe "Freizeit und Kultur" (im Schnitt -2,5 Prozent) Preissenkungen von insgesamt 8,9 Prozent bei audiovisuellen, fotografischen und EDV-Geräten. Die Preise für Pauschalreisen gingen um 4,7 Prozent zurück. In der Hauptgruppe Nachrichtenübermittlung (im Schnitt -8,1 Prozent) sackten die Preise nicht mehr so stark ab wie in den Vormonaten. Telefon- und Fax-Dienstleistungen verbilligten sich um 8,2 Prozent, Telefon- und Fax-Geräte um ein Viertel (-24,1 Prozent).

Die Gründe dafür, dass der für die Euro-Zone errechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) Österreichs mit 2,1 Prozent über dem nationalen VPI (+1,7 Prozent) liegt, sind laut Statistik Austria darin begründet, dass der HVPI im Unterschied zum VPI auch die Ausgaben von Touristen in Österreich abdeckt; daher sei die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" - mit seit Monaten andauernden überdurchschnittlichen Preissteigerungen - im HVPI doppelt so stark wie im VPI gewichtet.

Gegenüber dem Vormonat April sorgte im Mai beim nationalen VPI die Hauptgruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" als "Top-Preistreiber" für im Schnitt 0,6 Prozent Preissteigerung. Nahrungsmittel verteuerten sich dabei um 0,4 Prozent, hier vor allem Gemüse (+2,0 Prozent; Eissalat +48 Prozent, Kartoffel +11 Prozent). Alkoholfreie Getränke kosteten 1,9 Prozent mehr, vor allem wegen Verteuerungen bei Mineralwasser, Limonaden, Fruchtsäften (+2 Prozent).

Verkehr

In der Hauptgruppe "Verkehr" (+0,5 Prozent) stiegen von April auf Mai die Preise für Treibstoffe um insgesamt 2 Prozent (Normal und Super je +3 Prozent, Diesel +1 Prozent). Die Flugticket-Preise gingen dagegen um 3 Prozent zurück. Bei "Wohnung, Wasser und Energie" (+0,3 Prozent) gab es Preissteigerungen im Monatsabstand vor allem bei den Wohnungsmieten (+0,8 Prozent). Haushaltsenergie verteuerte sich um 0,4 Prozent, darunter Heizöl um 2 Prozent.

Die Hauptgruppe "Freizeit und Kultur" verbilligte sich binnen Monatsfrist um 0,4 Prozent, vor allem bei Zeitungen, Büchern und Schreibwaren (-1,9 Prozent). Bücher insgesamt wurden um 8 Prozent billiger, darunter: Bestseller Belletristik -11 Prozent, Bestseller Sachbuch -10 Prozent). Die Preise für Pauschalreisen gaben um insgesamt 0,5 Prozent nach (Flugpauschalreisen -2 Prozent). (APA)

Share if you care.