Angebotspaket fordert Aussetzung von Urananreicherung

1. Juli 2006, 14:28
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Bis Beweise für Friedfertigkeit des Atomprogramms vorliegen

Wien - Das Angebotspaket an den Iran zur Schlichtung des Atomstreits fordert von Teheran die Aussetzung der Urananreicherung bis nachprüfbare Belege für die Friedfertigkeit des iranischen Atomprogramms vorliegen. Das geht aus einer Kopie des vertraulichen Dokuments hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlag.

Darin wird die Forderung eines Moratoriums erhoben, bis die Internationale Atomenergiebehörde IAEA (IAEO) festgestellt habe, dass "alle offenen Fragen und Bedenken", darunter auch die eine mögliche "militärische Dimension" des iranischen Nuklearprogramms betreffenden, ausgeräumt seien, heißt es in dem Angebot weiter.

Anreize

Das Angebotspaket der fünf Vetomächte im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und Deutschlands sieht im Gegenzug für Teherans Verzicht auf die Urananreicherung und bei Androhung von Sanktionen unter anderem die Lieferung von Technologie für die friedliche Nutzung der Atomenergie sowie wirtschaftliche Anreize vor. Es wurde Teheran am Dienstag vergangener Woche vom EU-Außenbeauftragten Javier Solana übergeben.

Der IAEA-Gouverneursrats kam am Montag zu mehrtägigen Beratungen über das Iran-Dossier zusammen. Bisher steht eine offizielle Stellungnahme des Iran zu dem Angebotspaket noch aus. (APA)

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