Olga Neuwirth wird Mitglied der Berliner Akademie der Künste

14. Juni 2006, 18:29
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Österreichische Komponistin zusammen mit fünf anderen gewählt

Berlin - Die österreichische Komponistin Olga Neuwirth ist zum Mitglied der Berliner Akademie der Künste gewählt worden. Weitere Mitglieder wurden die Schriftsteller Peter Nadas, Martin Mosebach und Norman Manea, der Professor für Komposition an der Universität der Künste in Berlin, Walter Zimmermann, und der aus Flandern stammende Choreograf und Tänzer Alain Platel, wie die Akademie am Dienstag mitteilte.

Neuwirth, 1968 in Graz geboren, zählt zu den "Shooting- Stars" der österreichischen Komponistenszene. Sie studierte in Wien bei Erich Urbanner, in San Francisco und Paris. Bei den aktuellen Wiener Festwochen erlebte ihr Auftragswerk "Der Don Giovanni-Komplex" seine Uraufführung. Werke von ihr wurden auch beim Steirischen Herbst, bei "Wien Modern", den "Donaueschinger Musiktagen" oder beim "Festival d'Automne" in Paris uraufgeführt. Ihr Werk "Clinamen/Nodus" ging nach der Uraufführung in London im März 2000 mit dem London Symphony Orchestra unter Pierre Boulez bei eine Tournee rund um die Welt.

Der 1936 in der Bukowina geborene und 1941 in ein Konzentrationslager in der Ukraine deportierte Manea lebt seit 1986 in New York. Er veröffentlichte zuletzt 2004 den Band "Die Rückkehr des Hooligan". Der 1951 geborene Kleist-Preisträger Mosebach ist Erzähler, Theaterautor und Kritiker und lebt in Frankfurt am Main. Der 63-jährige ungarische Autor Nadas veröffentlichte unter anderem eine "Schöne Geschichte der Fotografie" (2001) und "Der eigene Tod" (2003). (APA/dpa)

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