Teilleistungsschwächen Teilbereiche

13. Juni 2006, 18:00
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Teilleistungsschwächen können mögliche Ursachen für Lernschwächen oder Verhaltensauffälligkeiten sein. Bei den Betroffenen arbeitet die Reizverarbeitung im Gehirn nicht richtig, die Informationen können nicht richtig verarbeitet werden, weil die Reize aus der Umwelt nicht weitergeleitet werden. Die Legasthenie, die Lese- Und Rechtschreibstörung und die Dyskalkulie sind Symptome der Teilleistungsstörungen, auch motorisch können sich die Störungen auswirken.

Dyskalkulie

Unter Dyskalkulie (Rechenstörung, Rechenschwäche) wird die Störung mathematischer Teilleistungen verstanden - die Intelligenz der Betroffenen ist aber ansonsten durchschnittlich. Kinder haben beim Rechnen Schwierigkeiten, können sich Mengen nicht gut vorstellen, lernen das Einmaleins schwer, raten anstatt zu rechnen, haben Probleme bei Textaufgaben, schreiben Zahlen inversiv (Beispiel 13 statt 31), ect.

Legasthenie

Legasthenie (Lese-Rechtschreibstörung) ist die Störung schriftsprachlicher Teilleistungen, auch wieder bei mindestens durchschnittlicher Intelligenz. Schwächen in der Verarbeitung in für das Lesen und Schreiben notwendigen Wahrnehmungs- und Kognitionsleistungen sind kennzeichnend. Symptomatisch für die Legasthenie ist zum Beispiel fehlerhaftes Abschreiben, Auslassen, Verwechseln und Vertauschen von Buchstaben, Rechtschreibfehler ect. Auch das Sinnerfassen beim Lesen bereitet Probleme.

Häufig haben legasthenische Kinder aber auch Schwierigkeiten das Einmaleins zu lernen. Das muss aber laut Expertenmeinung noch nicht heißen, dass diese Kinder auch schon an einer Dyskalkulie leiden (=Rechenschwäche), sondern einfach Schwierigkeiten mit der abstrakten Symbolik haben. (red)

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