ATX-Verluste: Heimische Experten sehen "Übertreibung"

13. Juni 2006, 18:28
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Heutige Abschläge "zu stark" - Eindeutig eine Panikreaktion - Jetzt mittel- bis langfristige Einstiegsniveaus

Wien - Österreichische Aktienexperten bezeichnen die deutlichen Kursverluste an der Wiener Börse in der jüngsten Vergangenheit als überzogen. Harald Kober, Fondsmanager der Erste Sparinvest, spricht von einer "Übertreibung". Auch die heutigen Abschläge von mehr als 5,5 Prozent bezeichnete er als "zu stark". Der Leitindex ATX verschlechterte seit dem Beginn der jüngsten Talfahrt am 2. Juni bis heute Nachmittag um 14,85 Prozent.

Der Wiener Aktienmarkt sei gemeinsam mit den Ostbörsen in den vergangenen Monaten deutlicher als die übrigen Börsen Europas gestiegen und korrigiere derzeit übertrieben nach unten, bemerkte Kober. Längerfristige Investoren würden nun Gewinne mitnehmen.

Alfred Reisenberger, Chefanalyst der CA IB, glaubt ebenfalls, dass die Ängste deutlich überzogen sind. "Wir sehen eindeutig eine Panikreaktion". Kurzfristig könne der Markt weiterhin schwanken. Für ein mittel- bis langfristiges Investment seien nun jedoch eindeutig Kaufkurse vorhanden. (APA)

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