Vom Spielbrett über das Web an die Börse

8. Juni 2000, 12:45

"Ein Moorhuhn-artiger Siegeszug ist von der Idee her sicher nicht planbar, sondern Zufall"

"Ein Moorhuhn-artiger Siegeszug ist von der Idee her sicher nicht planbar, sondern Zufall", ist Andreas Tobler, Chief Executive Officer der 1995 gegründeten JoWooD Productions Software AG, überzeugt. Bekanntestes Produkt der Gesellschaft ist das 1997 herausgebrachte Wirtschaftssimulationsspiel "Industrie Gigant", das ein internationaler Hit wurde und sich in Europa rund 750.000-mal verkaufte. Auch das Ende März herausgekommene jüngste Produkt "Verkehrsgigant" ist ein Verkaufshit (aktuell Platz 3 der Verkaufscharts in Deutschland).

"Die Entwicklung eines solchen Spiels dauert eineinhalb Jahre", erläutert Co-Gründer und CPO Johann Schilcher, "Qualität braucht eben Zeit."

20 Mitarbeiter sind im oberösterreichischen Ebensee und Wien mir der Entwicklung und dem Verlegen von Entertainment-Software - den Schwerpunkt bilden Fullprice-Strategiespiele - beschäftigt. Darüber hinaus stehen durch einen Exklusivvertrag mit einem deutschen Gameentwickler weitere 15 Entwickler in Stuttgart zur Verfügung. Der Vertrieb erfolgt über große Distributoren.

JoWood zählt zu den bekanntesten Labels des CD-ROM-Spieleboxbereichs im deutschsprachigen Raum. Die Wachstumsstrategie, beziehungsweise die Mittelverwendung, konzentriert sich auf die Schaffung zusätzlicher Entwicklerteams, um das Spiele-Portfolio zu erweitern. Auch der Einstieg ins Online-Gaming steht bevor.

Im Vorjahr wurde mit 44 Mio. S Umsatz ein Vorsteuergewinn von 22 Mio. S erzielt. Ein Going-Public an der Wiener Börse ist (möglicherweise noch vor dem Sommer) geplant. (zug)

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