Zwei Milliarden Menschen nutzen GSM-Handys

20. Juni 2006, 10:12
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Schwellenländer sorgen für 1.000 neue Anwender pro Minute

Die Zahl der GSM- und UMTS-Handynutzer wird im Juni erstmals die Zwei-Milliarden-Grenze überschreiten. Das hat die internationale Industrievereinigung GSM Association (GSMA) am Dienstag, mitgeteilt. Laut GSMA wächst die aktive Nutzerschaft von GSM- und UMTS-fähigen Geräten derzeit um 1.000 neue Anwender pro Minute. Verantwortlich für den enormen Boom seien vor allem Schwellen- und Entwicklungsregionen wie China, Indien, Afrika und Lateinamerika.

"Das ist das schnellste Wachstum einer Technologie, das es jemals gegeben hat"

"Das ist das schnellste Wachstum einer Technologie, das es jemals gegeben hat", resümiert Craig Ehrlich, Vorstandsvorsitzender der GSMA. "Während es ganze zwölf Jahre gedauert hat um die erste Millarde an Verbindungen zu erreichen, dauerte es bei der zweiten Milliarde gerade einmal zweieinhalb Jahre", so Ehrlich. Rund 82 Prozent dieser zweiten Milliarde Anwender konnte über die Wachstumsregionen Asien, Afrika und Südamerika gewonnen werden. Damit repräsentiert die GSM-Technologie rund 82,4 Prozent aller mobiler Verbindungen weltweit. Die dritte GSM-Generation UMTS befindet sich zwar noch im Hintertreffen, dürfte neuesten Schätzungen zufolge aber bald die 100-Millionen-Anwender-Grenze knacken.

China

Als größten GSM-Markt weltweit hat die GSMA China mit mehr als 370 Mio. Anwendern ausgewiesen. Nach Russland (145 Mio.), Indien (82 Mio.) und den USA (78 Mio.) folgen auf den Plätzen fünf bis sieben mit Deutschland, Großbritannien und Italien die ersten europäischen Länder. Die GSMA wies in diesem Zusammenhang auf die besondere Situation in Indien hin, wo Mobiltelefone im Handel mittlerweile zur meistverkauften Artikelgruppe - noch vor Fahrrädern - aufgestiegen sind.

"Mit dem Erreichen der Zwei-Milliarden-Marke ist GSM die erste Kommunikationstechnologie, die mehr Anwender in den Schwellen- und Entwicklungsländern als in der industrialisierten Welt aufweist", meint Rob Conway, CEO der GSMA, anlässlich der neuesten Prognosen. "Dieser Umstand zeigt, dass Mobiltelefone dabei sind, die digitale Kluft in einer erstaunlichen Geschwindigkeit zu überbrücken", so Conway weiter. Jene relevanten und leistbaren Kommunikationslösungen würden dafür sorgen, dass Familien leichter in Kontakt bleiben, aber auch Unternehmen sowie die Wirtschaft besser wachsen könne.

UMTS

Etwas differenziert gestaltet sich die Verbreitung der GSM-Nachfolgegeneration UMTS. Hier liegen die Europäer, respektive die UMTS-Netzanbieter, noch vorne und weisen gemeinsam mit Japan die weltweit höchsten Anwenderzahlen auf.(pte)

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