23. Juni 2006, 10:25
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Die linksgerichtete französische Tageszeitung "Libération" erlebt einen Machtkampf. Wie der Mitbegründer und langjährige Herausgeber Serge July mitteilte, forderte ihn Hauptaktionär Edouard de Rothschild auf, die Zeitung zu verlassen. Dazu sei er auch bereit, sagte der 63-jährige legendäre Zeitungsmacher, wenn dies der finanziellen Wiederaufrichtung des Blattes dienlich sei.

July erhielt bei Einstieg eine Job-Garantie bis 2012

"Libération" kämpft seit Jahren mit sinkenden Leserzahlen; derzeit liegt die tägliche Verkaufsauflage bei gut 150.000 Stück. Im vergangenen Jahr war Rothschild als größter Aktionär eingestiegen. Der Bankiersspross brachte 20 Millionen Euro für die Entwicklung des angeschlagenen Titels mit und hält 38,8 Prozent der Anteile. July, der "Libération" 1973 mit dem Philosophen Jean-Paul Sartre gegründet hatte, hatte bei Rothschilds Einstieg eine Job-Garantie bis 2012 erhalten. (APA)

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