"Ringsystem" Wien-Bratislava: Neue Phase der Zusammenarbeit

14. Juni 2006, 09:36
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Wirtschaftsstadtrat Rieder zieht positive Zwischenbilanz der bisherigen Kooperation

Wien - Zwischenbilanz einer Beziehung: Wiens Wirtschaftsstadtrat Sepp Rieder (S) zog am Dienstag ein Resümee der seit Jahren engen Kooperation mit der benachbarten slowakischen Hauptstadt Preßburg (Bratislava). Nach einer ersten Phase, die vor allem von spontanen Projekten geprägt gewesen sei, trete man nun in eine neue Etappe ein. Hier gehe es um eine geordnete, gemeinsame Strategie.

Grundsätzlich gehe es bei der Idee der "Twin-City" um Kooperation und das Vermeiden unnötiger Konkurrenz. Dabei setzte Rieder weiterhin auf das Prinzip der Fernbeziehung, zumal es nicht Ziel sei, "zu einer überregionalen Großstadt zu verschmelzen". Dennoch sei die Zusammenarbeit mehr als ein Wirtschaftsprojekt, sondern gelebte Nachbarschaft. Allerdings müsse man betonen, dass die beiden Städte zusammen ein beachtliches Wirtschaftszentrum mit 2,2 Mio. Einwohnern bilden.

50 Projekte seit Jahr 2000 umgesetzt

Seit 2000 habe man im Rahmen der Twin-City-Kooperation 50 Projekte in den verschiedensten Bereichen umgesetzt, wobei Rieder besonders den Arbeitsmarkt, die Forschung und die Infrastruktur herausstrich. Von Wiener Seite seien dafür 15 Mio. Euro, von der EU fünf Mio. Euro und von slowakischer Seite rund zwei Mio. Euro in das Projekt geflossen.

Mit der am morgigen Mittwoch erfolgenden Taufe des neuen "Twin City Liners", einem Katamaran, der zwischen Wien und Preßburg verkehrt, läute man gleichsam mit der Schiffsglocke eine neue Phase der Beziehung ein. Diese müsse zum Ziel haben, ein dauerhaftes Netzwerk zu etablieren. Dazu gehöre ein gemeinsamer Prioritätenplan in der Regionalentwicklung und das Setzen neuer Schwerpunkte. (APA)

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