Windows soll nun endlich auf die Supercomputer

12. Juli 2006, 10:06
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Microsoft vermeldet die Fertigstellung von Windows Compute Cluster Server 2003 und begibt sich damit auf ein Feld, das stark von Linux besetzt ist

Microsoft hat die Fertigstellung des Codes von Windows Compute Cluster Server 2003 (WCCS 2003) vermeldet. Das Betriebssystem zielt speziell auf den Einsatz bei Supercomputering und Clustern ab - ein Feld, welches stark von freier Software und Linux beackert wird.

Server arbeiten zusammen

Das Betriebssystem ermöglicht die Zusammenarbeit von mehreren Servern und kann somit zur Lösung ressourcenaufwendiger Aufgaben eingesetzt werden. Dieser Bereich war lange Zeit in der Hand von SGI und Cray und ist derzeit eines der wichtigsten Einsatzgebiete von Linux.

"Es handelt sich um ein Langzeitinvestment von Microsoft", so Kyril Faenov, Direktor der High Performance Computing-Abteilung von Microsoft in einem Interview. "wir denken wir können hier an Einfluss gewinnen. Die Software hätte bereits im letzten Herbst einsatzbereit sein sollen, doch entschied sich Microsoft für eine Verschiebung, um das Produkt ausgiebiger testen zu können.

Weg von der Wissenschaft

Microsoft will mit seinen Bemühungen die Anwendungsgebiete von Clustercomputing weiter erweitern. So sollen entsprechende Lösungen nicht mehr nur in der Wissenschaft und Forschung sondern auch in großen Unternehmen Einzug halten. WCCS 2003 basiert auf dem Windows Server 2003 Betriebssystem und soll im August 2006 für EndanwenderInnen verfügbar sein.

Nach den Servern, nun die Cluster

Microsoft hatte in der Vergangenheit schon angekündigt, dass es mit der neuen Software nach Möglichkeit das Gleiche für den Clustermarkt auslösen wolle, was in der Serverbranche bereits eingeleitet sei.

Personal Supercomputing"

Der Softwarekonzern will zudem seine Idee des "Personal Supercomputing" vorantreiben. Diese besagt, dass einzelne Forscher, Analysten oder Ingenieure die Rechneleistung mehrerer Computer für entsprechende Anwendugen nutzen können sollen. Die Compute Cluster Software soll zum Preis von rund 470 Dollar pro Node verkauft werden. "Der Preis liegt unterhalb des Standard Windows Server. Wir haben das Feedback bekommen, dass dies ein attraktiver Preis sei", so Faenov.

Nur auf 64-bit Maschinen

Die Software wird unter den ersten Produkten von Microsoft sien, die ausschließlich auf Rechnern mit 64-bit-Prozessoren laufen wird - auf wenn Applikationen auch weiterhin als 32-bit-Anwendungen darauf ablaufen können. Auch die nächste Version von Exchange soll "64-bit only" sein.(red)

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