Kleine Erfolge im Kampf gegen FGM

13. Juni 2006, 13:51
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SP-Bayr verweist auf Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung

Wien - Der Kampf gegen die besonders brutale Menschenrechtsverletzung der weiblichen Genitalverstümmelung (Female Genitale Mutilation - FGM) zeitigt stetig Fortschritte, wie die "Österreichische Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung" anlässlich ihrer 1.000. Unterstützungserklärung im aktiven Kampf gegen FGM am Montag erklärte.

Erfreulich sei, so Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Entwicklungszusammenarbeit und Sprecherin der Plattform stopFGM.net, dass FGM auch in Österreich kein Tabu-Thema mehr ist: "Die öffentliche Wahrnehmung ist stärker und damit ist auch das Problembewusstsein in der Bevölkerung gestiegen", zeigt sich Bayr überzeugt. Dabei sei es jedoch wichtig, sowohl die Aufklärung unter MigrantInnen weiter zu verstärken, als auch auf der politischen Ebene alles daran zu setzen, um FGM zu verhindern.

Informationen

Die Plattform stopFGM.net bemüht sich auch um Aufklärung von ÄrztInnen und Hebammen und veranstaltet am 28. Juni eine speziell auf diese Berufsgruppen ausgerichtete Info-Veranstaltung. Den Bedarf an erhöhter Information unter ÄrztInnen konnte die Plattform im Rahmen einer eigenen Studie Ende letzten Jahres erheben.

"Wir müssen als EuropäerInnen deutlich zu verstehen geben, dass wir, bei allem Respekt vor den unterschiedlichen Kulturen dieser Welt, brutale Menschenrechtsverletzungen keinesfalls dulden und auch unsere Gesetzeslage dahingehend lückenlos schließen", meinte Bayr in Anspielung auf die nach wie vor schwierige Situation für betroffenen Frauen. (red)

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