Strenge Kleidervorschriften auch am Strand

8. Juni 2000, 12:09

Kurzmeldungen

Gemeinsam zu baden, ist im Iran praktisch unmöglich. Auch am Strand gelten die strengen islamischen Kleidungsvorschriften. Oft gibt es drei Strände: einen für Frauen, einen für Männer und einen gemischten für Kinder.

Am Strand des Babolsar dürfen Männer und Frauen zwar gemeinsam baden, aber nur in voller Bekleidung. An allen anderen Stränden dürfen sich die Männer in Badehose bewegen. Für Frauen ist Sonnenbaden nur an abgeschirmten Abschnitten möglich. "Wir gehen angezogen bis zum Wasser und ziehen unseren Badeanzug erst dort an," sagt die junge Historikerin Modschgan. Auch wenn die Jugend von diesen Einschränkungen nicht viel hält, glaubt Asita Mehde nicht an Änderungen.

70 Prozent Frauen und Kinder betroffen

Das Kinderhilfswerk der UNO, Unicef, forderte am Donnerstag die internationalen Geber dazu auf, den Aufruf der Vereinten Nationen für die Dürreopfer am Horn von Afrika zu unterstützen. Die UN-Organisationen und ihre Partner benötigen 378 Millionen Dollar (423 Mill. Euro/5,82 Mrd. S), um die dringenden humanitären Bedürfnisse von über 13 Millionen betroffenen Menschen abzudecken.

Von diesen 13 Millionen Menschen sind etwa 70 Prozent Frauen und Kinder.

Belgrad

Eine weitere in Belgrad ansässige nichtstaatliche Organisation ist vom Regime unter Druck gesetzt worden. Die Räumlichkeiten des "Forums für ethnische Beziehungen" wurden am Mittwoch durch Finanz- und Sonderpolizei versiegelt.

Schon in der vergangenen Woche hatte die Finanzpolizei das Helsinki-Komitee für Menschenrechte und die regimekritische Organisation "Frauen in Schwarz" unter die Lupe genommen. (APA/dy)

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