Pharma-Hinweise sind künftig Teil der Werbespots

19. Juli 2006, 14:15
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"Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen ..." muss künftig in Werbezeit eingerechnet werden

Für den ORF wohl eine eher unerwünschte Nebenwirkung des Wirkens der österreichischen Medienbehörden: Pharma-Hinweise nach Werbespots für Medikamente und Ähnliches müssen künftig in die Werbezeit eingerechnet werden. Dies teilte die ORF-Werbetochter Enterprise am Dienstag in einer Aussendung mit. Grund ist eine Entscheidung des Bundeskommunikationssenats (BKS) vom Mai.

Pauschale Abrechnung der Hinweise nicht mehr möglich

Für die ORF-Werbekunden heißt es nun, einen neuen Beipackzettel zu studieren. Eine pauschale Abrechnung der Pharma-Hinweise, die gesetzlich vorgeschrieben sind, ist nämlich nicht mehr möglich. Vielmehr flattert eine Rechnung auf Sekundenbasis ins Haus.

Zeit sparen gilt nicht: Der verbindliche Text - "Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Sie Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker" - muss "in einer gut wahrnehmbaren Geschwindigkeit" eingeblendet und zu hören sein, so der Hinweis des ORF. Immerhin: "Als klassische Werbesekunden sind Pharmahinweise künftig somit selbstverständlich auch mengenrabattfähig." (APA)

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