Gute Zeiten, schlechte Zeiten und Theaterbudgets

22. Juni 2006, 17:03
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Josefstadt erhält vier Sponsor-Millionen, Volkstheater wartet auf positiven Ausgang der Verhandlungen mit dem Bund

Wien - Freud und Leid in Sachen Finanzen der Wiener Theater meldet die Tageszeitung "Die Presse" (Dienstag-Ausgabe). Für das Theater in der Josefstadt, wo man sich über einen "Abonnentenhöchststand" für die kommende erste Saison von Herbert Föttinger freut und jeder Karten-Käufer künftig einen Renovierungsbeitrag von einem Euro leistet, soll Investor Peter Pühringer vier Mio. Euro locker machen. Im Volkstheater dagegen, wo zwei Stiftungsvorstände zurückgetreten sind, hofft man weiter auf einen positiven Ausgang der Verhandlungen mit dem Bund. Die Auslastung soll sich zuletzt gebessert haben.

In der Josefstadt hat der Vorverkauf für die kommende Spielzeit begonnen. Das Theater soll 6,2 Mio. Euro für die Sanierung selbst aufbringen. Dank Pühringer, der auch als großzügiger Unterstützer der Wiener Sängerknaben bekannt ist, könnte dies gelingen. Das Sanierungskonzept soll Ende Juni in dem von Pühringer revitalisierten Palais Coburg präsentiert werden.

Im Volkstheater-Stiftungsvorstand sind laut "Die Presse" Otto Farny, Finanzchef der Arbeiterkammer Wien, sowie der Hotelier Peter Kremslehner, der nach dem Abgang von Ex-ÖGB-Finanzchef Günter Weninger den Aufsichtsratsvorsitz übernommen hatte, zurückgetreten. Interimistisch sind nun der Notar Gerhard Schüssler und Doris Kuca vom Kulturamt im Vorstand. (APA)

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