Großbrand in Enns: Panasonic-Imprägnieranlage völlig zerstört

14. Juni 2006, 13:30
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Zwei bis drei Millionen Euro Schaden - Keine Verletzten

Linz - Ein Großbrand hat in der Nacht auf Dienstag am Gelände der Firma Panasonic in Enns (Bezirk Linz-Land) in Oberösterreich gewütet. Die Imprägnieranlage wurde zur Gänze ein Raub der Flammen. Der Schaden an der Produktionsstätte dürfte nach ersten Schätzungen zwei bis drei Mio. Euro betragen, hinzu kommen die Kosten für die Aufräumarbeiten und der Produktionsausfall. Die Brandursache war vorerst noch unklar.

Gegen 2.15 Uhr in der Früh schrillte die Sirene. Im so genannten Karatsch-Turm, einer etwa 20 Meter hohen Stahlkonstruktion, war Feuer ausgebrochen. Der Brand erfasste die gesamte Anlage über fünf Stockwerke. 112 Mann von elf Freiwilligen Feuerwehren der Umgebung waren mit schwerem Atemschutz im Einsatz. Die firmeneigene Brandschutztruppe unterstützte sie.

"Brand aus" in der Früh

Sowohl von außen als auch im Inneren des Gebäudes löschten die Feuerwehrleute die Flammen. Gegen 4.30 Uhr konnten sie den Brand schließlich unter Kontrolle bringen, eine Stunde später folgte "Brand aus". Einige Stunden lang mussten noch kleinere Glutnester nachgelöscht und Chemikalien gekühlt werden.

In der betroffenen Anlage werden Glasfaser-Vliese mit Harz imprägniert, das fertige Produkt findet in der Leiterplattenproduktion Verwendung. In angrenzenden Hallen befanden sich Tanks mit Lösungsmitteln und Harz. Ein Übergreifen der Flammen hätte hier akute Explosionsgefahr bedeutet. Daher wurde von der Feuerwehr Alarmstufe drei ausgelöst. Verletzt wurde niemand, die betriebseigene Brandschutztruppe hatte das Gebäude sofort evakuiert. (APA)

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