Kunsthistorisches Museum: Bund trägt entgangene Einnahmen

26. Juni 2006, 20:45
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Fünf KHM-Museen von Staatsbesuch am 21. Juni betroffen - Auch Uni-Institut in Mitleidenschaft gezogen

Wien - Die geplante Sperrzone in Wiens Innenstadt zum Schutz von US-Präsident George W. Bush wird am 21. Juni auch den Betrieb von Teilen des Kunsthistorischen Museums (KHM) beeinträchtigen. "Wir sind sehr stark betroffen", sagte KHM-Direktor Wilfried Seipel am Dienstag zur APA. Fünf Museen des KHM werden den gesamten Tag über "nicht zugänglich sein", rund 2.000 Besucher weniger bedeuten zumindest entgangene Einnahmen in Höhe eines "vierstelligen Euro-Betrages", so Seipel. Der Schaden werde von der Republik abgegolten, die Kosten werden laut dem Direktor aus dem Budget der EU-Ratspräsidentschaft getragen.

Neben der Albertina, der Spanischen Hofreitschule und den Hofburg-Museen der Schönbrunn-Gesellschaft werden am 21. Juni die KHM-Häuser Lipizzaner-Museum, Schatzkammer, Ephesos-Museum, Hof-, Jagd- und Rüstkammer sowie die Sammlung alter Musikinstrumente geschlossen bleiben. Das Völkerkunde-Museum, das ebenfalls im Besitz des Kunsthistorischen Museums ist, wird derzeit umgebaut und ist daher nicht betroffen, ebenso wenig das Haupthaus, das gegenüber der Hofburg auf der anderen Seite der Ringstraße schon außerhalb der Sperrzone liegen dürfte.

In der Hofburg selbst wird zudem der Lehrbetrieb am universitären Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Mitleidenschaft gezogen. Alle Lehrveranstaltungen mussten laut einer Mitteilung auf der Homepage auf Grund des Staatsbesuchs abgesagt werden, Bibliothek und Sekretariat werden am Mittwoch nicht besetzt sein. (APA)

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    "Wir sind sehr stark betroffen", erklärte der Direktor des Kunsthistorischen Museums, Wilfried Seipel, anlässlich des bevorstehenden Wien-Besuchs von US-Präsident George W. Bush.

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