FP-Weinzinger will Kopftuchverbot als "Akt der Befreiung"

13. Juni 2006, 11:23
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Einsicht "selbstsüchtiger Machos" werde sich von selbst nicht ändern

Wien - In einigen deutschen Bundesländern - wie etwa Hessen - aber auch in Frankreich gibt es bereits ein Kopftuchverbot. Der Landesparteiobmann der FPÖ Oberösterreich, Lutz Weinzinger sprach sich heute erneut für ein derartiges Verbot in Österreich aus: "Dieses wäre jedoch nicht als Zwangsmaßnahme, sondern vielmehr als Akt der Befreiung - vergleichbar mit dem Verbot der Kinderarbeit - zu bewerten. Es soll nicht zwingen, sondern schützen!"

Recht auf Leben wie österreichische Frauen

Nach Ansicht des freiheitlichen Landesparteiobmannes wäre es unverantwortlich, "darauf zu warten, dass sich durch die Einsicht selbstsüchtiger Machos etwas ändert. Frauen, die in Österreich leben, ist der Weg zum Recht zu ebnen, auch wie österreichische Frauen zu leben." Kopftuch, Schleier oder Burka schließen die Frauen vom öffentlichen Leben aus, nötigen sie in eine Abhängigkeit ihrer männlichen Familienmitglieder und hindern sie an einer freien, selbstständigen Teilhabe an der Welt. "Zudem wird die Entwicklung einer islamischen Parallelgesellschaft in Österreich begünstigt", so der Landesparteiobmann.

Laizismus beachten

"In der muslimisch geprägten Türkei ist es in Gebäuden staatlicher Institutionen verboten, ein Kopftuch zu tragen. Betroffen sind damit unter anderem Lehrerinnen, Schülerinnen und Studentinnen. Die Türkei sieht sich als laizistischer Staat, der keine religiösen Präferenzen hat", zitiert Weinzinger aus Wikipedia - die freie Enzyklopädie.

Abschließend bekräftigte Weinzinger, "dass ein derartiges Kopftuchverbot ebenso wenig als Eingriff in religiöse Rechte zu werten ist, wie das Verbot der Vielweiberei."

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