Gutes Erntejahr für Steinobst

3. Juli 2006, 15:57
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Der kalte Winter hat den Ernteerträgen nicht wesentlich geschadet - Statistiker erawrten ein kräftiges Plus bei Marillen und Zwetschken

Wien - Den österreichischen Obstbauern steht ungeachtet des langen Winters ein ausgezeichnetes Erntejahr ins Haus. Laut Prognosen der Statistik Austria hat die bis Mitte März anhaltende Kälte den Obstbäumen nicht wesentlich geschadet. Besonders Steinobst hat trotz kurzer Blütezeit eine gute Fruchtsatzbildung aufgewiesen. Stärkere Frostschäden gab es nur in den westlichen Bundesländern, so die Statistiker.

Überdurchschnittliches Wachstum

Die Kernobstblüte wird heuer deutlich besser bewertet als im Vorjahr, was hohe Fruchtbehangsdichten verspricht. Bei der Marillenernte rechnen die Experten mit geschätzten 21.700 Tonnen (+66 Prozent zu 2005), was gegenüber dem langjährigen Durchschnitt ein Plus von 61 Prozent bedeutet. Bei Pfirsichen geht man von einer Produktionsmenge von 8.700 Tonnen aus, was einer Steigerung von fünf Prozent gegenüber 2005 gleichkommt und im Zehnjahresschnitt liegt.

Bei Zwetschken wird mit 73.100 Tonnen aller Wahrscheinlichkeit nach eine 19-prozentige Erntesteigerung gegenüber dem Vorjahr erreicht werden können. Das zu erwartende Ergebnis würde mit 21 Prozent klar über dem langjährigen Mittel liegen. Bei Kirschen wird die Produktion auf rund 29.200 Tonnen geschätzt (+13 Prozent zu 2005). Auch bei Weichseln wird mit einer überdurchschnittlichen Produktion von +11 Prozent und einer Erntemenge von 5.200 Tonnen (+19 Prozent zu 2005) gerechnet.

Ersten Schätzungen zufolge lässt sich bei Ananas-Erdbeeren eine Erntemenge von 16.700 Tonnen (+2 Prozent zu 2005) ausmachen, was drei Prozent über dem langjährigen Durchschnitt liegt.

Einzig die Himbeerernte aus Intensiv-Anlagen wird aller Voraussicht nach unter der Vorjahresproduktion liegen, heißt es. Auf Grund der niedrigen Ernteerwartungen in Niederösterreich wird mit einer reduzierten Gesamterntemenge von 950 Tonnen gerechnet (-22 Prozent zu 2005). (APA)

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    Über 60 Prozent mehr Marillen als im Vorjahr wachsen heuer auf Österreichs Bäumen.

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