Deutsche Börse sondiert höheres Offert

4. Juli 2006, 15:50
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Im Bieterkampf um die Euronext wollen die Frankfurter an den Angebots-Konditionen für die widerspenstige Vierländerbörse drehen

Frankfurt - Die Deutsche Börse will ihrem Übernahmeoffert für die Euronext einem Zeitungsbericht zufolge durch eine veränderte Berechnungsmethode zum Durchbruch verhelfen.

Der Frankfurter Finanzplatzbetreiber erwäge ein neues Angebot für die Mehrländerbörse auf Basis aktueller Aktienkurse statt auf Basis des Durchschnitts der drei Monate bis zum 23. Mai, berichtete die "Financial Times Deutschland" am Dienstag. Entsprechende Sondierungsgespräche mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) liefen schon, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf das Umfeld der Deutschen Börse.

Aktie gibt nach

Durch die Neuberechnung des Übernahmeofferts erhielten die Euronext-Eigner einen höheren Anteil an einer fusionierten Börse, da die Aktie der Mehrländerbörse seit dem ursprünglichen Angebot des Frankfurter Unternehmens zugelegt hat. Die Papiere der Deutschen Börse gaben dagegen seitdem nach.

Bis jetzt bietet die Deutsche Börse den Eignern der Euronext 8,6 Milliarden Euro, davon rund 870 Millionen in bar. Die Euronext-Aktionäre neigen eher zur Annahme der konkurrierenden Offerte der New Yorker Börse Nyse. Diese bietet zwar nur rund acht Mrd. Euro, verweist aber darauf, dass die Einsparmöglichkeiten bei der Bildung des ersten transatlantischen Finanzplatzbetreibers größer seien. (APA/Reuters)

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    Bis jetzt bietet die Deutsche Börse den Eignern der Euronext 8,6 Milliarden Euro, davon rund 870 Millionen in bar.

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