Nach Klage gegen Med Uni Graz: Geld für Auslandspraktika eingefroren

25. Juli 2006, 14:32
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Förderungen für Studierende ausgesetzt - Universität wartet ab, wie Klage ausgeht - ÖH fordert Einschreiten des Uni-Rats

Nachdem ein Student der Medizinischen Universität Graz, der wegen Platzmangels sein Studium nicht fortsetzen konnte, eine Klage eingebracht hat, sind an der Hochschule die Gelder für Auslandspraktika eingefroren worden. Die rund 85.000 Euro sollen solange unter Verschluss bleiben, bis man wisse, ob Kosten aus dem Gerichtsverfahren bzw. Folgekosten für die Uni entstehen, hieß es seitens der Universität.

"Kollektivstrafe"

Bei den Geldern handle es sich um Stipendien, die die Hochschule freiwillig an Studierende vergibt und zu denen man nicht gesetzlich verpflichtet sei, so Med Uni-Pressesprecherin Birgit Jauk. Die Vorwürfe eines Studenten, er hätte bereits eine mündliche Förderungszusage für seine Auslandsfamulatur gehabt, will man an der Uni nicht gelten lassen: Die Bewerber hätten immer erst ein paar Tage vor ihrer Abreise eine schriftliche Zusage erhalten und deshalb das Geld bei ihrer Planung vorerst gar nicht einrechnen können.

"Diese Art von Kollektivstrafe ist unzulässig", so die stellvertretende Vorsitzende der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH), Barbara Blaha, in einer Aussendung am Montag. Das Rektorat dürfe mit dem "Gegeneinander-Ausspielen von Studierenden" nicht durchkommen, ein Einschreiten des Uni-Rats sei gefordert. (APA)

    <p>Schluss mit den Auslandspraktika - die Med-Uni Graz wartet zunächst ab, was die Klage eines Studenten bringt.</p>
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