Ein Fazit und eine Conclusio

28. Juli 2006, 16:33
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"Vote.IT" war lehrreich – nicht nur für die Macherinnen

Abschluss heißt Rückblick. Nach drei Ausgaben der STANDARD-Beilage "Vote.IT" ist es Zeit für ein Resümee: Zwölf Studentinnen der Fachhochschule St. Pölten haben das von derStandard.at und Standard getragene erste echte "crossmediale" Online- und Zeitungsprojekt Österreichs realisiert. "Vote It" eben.

Ziel und Idee dabei war, den Leserinnen und Lesern des Standard die Möglichkeit zu bieten, einen wesentlichen Teil zur inhaltlichen Zusammensetzung der Printausgabe der Zeitung beizutragen. Im Laufe eines Semesters erstellten angehende Medienmanagerinnen daher ein "Crossmedia"-Konzept: Online wurden Themen und Schwerpunkte zur Abstimmung vorgelegt – die Wunschthemen dann auf Zeitungspapier umgesetzt.

Die Fachhochschülerinnen sahen sich nicht als bloße Input-Geberinnen: Vom Anzeigenverkauf über Themenfindung, Gestaltung, Recherche bis zum Schreiben lag das Produkt komplett in ihren Händen, lediglich in Routineabläufe griffen derStandard.at und der Standard ein.

Der Gedanke hinter dem Projekt: In einer Generation, in der Interaktivität und neue innovative Trends groß geschrieben werden, ist es an der Zeit, oft als Schlagwörter kommunizierte Begriffe auf ihre reale Everyday-Praxistauglichkeit zu prüfen: Wer möchte das, was er in der Zeitung liest, nicht gerne selbst aussuchen oder zumindest zu einem gewissen Grad dazu beitragen können?

Deshalb wurden drei "junge" Themenblöcke gewählt. Bei jedem konnte man auf der‑ Standard.at für ein Lieblingsthema "voten". Das Siegerthema kam dann groß in der Printausgabe des Standard. Den Start machte am 23. Mai "Funsport". Die Vote-Community entschied für "Parkour", eine akrobatische Hindernislaufsportart. Eine Woche später: Sommerevents. Das Rennen machte die "Bodypainting- WM". Den Abschluss bildet der "Vote.IT-Bandwettbewerb".

Für die Studentinnen ist das Konzept aufgegangen: Zum einen erlebten sie eine lehrreiche – mitunter recht harte – Reise in die Realität und des Medienalltages. Zum anderen wurde das crossmediale Angebot von den Usern von der‑ Standard.at angenommen und genutzt – und zwar in einem Ausmaß, das (siehe auch die nächste Seite) auf ein mögliches neues Thema hinweist: die Grenze der Sinnhaftigkeit der partizipativen Web-Interaktivität. (DER STANDARD Printausgabe, 13. Juni 2006)

Von Alexandra Dasch und Stefanie Lakovits
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