"Microsoft geht mit großer Zuversicht in die Berufung"

8. Juni 2000, 11:16

Microsoft Österreich erwartet vorerst keine Änderung für Konsumenten

"Für den Konsumenten wird sich vorerst für die Dauer des Berufungsverfahrens nichts verändern", kommentierte der Geschäftsführer von Microsoft Österreich, Alexander Stüger, heute, Donnerstag, das Urteil im Antitrust-Prozess, den das US-Justizministerium gegen Microsoft angestrengt hatte, wonach Microsoft in zwei Teile zerschlagen werden soll.

Microsoft sei zuversichtlich, dass das Urteil Erster Instanz vom Mittwoch Abend im weiteren Prozessverlauf aus mehreren Gründen korrigiert werde, hieß es heute aus dem Konzern. Sollte das Urteil aber in weiteren Instanzen bestätigt werden, sei mit einer "Verlangsamung der Innovation der Softwareindustrie und mit einer Verteuerung zahlreicher Produkte" zu rechnen, da die einheitliche Plattform verloren gehe, so Stüger weiter.

Das Urteil widerspreche der bisherigen Rechtssprechung von Appellationsgericht und Oberstem Gerichtshof, die sich klar hinter die Verbesserung von Produkten stellten, so Microsoft. Die Forderung zur Zerschlagung des Konzerns und Regulierung der Softwaregestaltung sei "haltlos" und widerspreche der Wirklichkeit. (APA)

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