Brockhaus rutscht tief ins Minus

26. Juni 2006, 09:54
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Ein Fehlschlag in Österreich und das Gezerre um die Recht­schreibreform schlagen sich mit roten Zahlen zu Buche

Mannheim - Wie die Bibliographisches Institut & F.A Brockhaus AG ("Brockhaus", "Duden" u.a.) am Montag in Mannheim berichtete, schlägt für 2005 im Konzern ein Fehlbetrag von knapp sechs Millionen Euro zu Buche. Im Jahr zuvor war noch ein Überschuss von 1,2 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Vorstandssprecher Alexander Bob gab aber einen positiven Ausblick. Das Unternehmen sei "strategisch gut aufgestellt".

"Schmerzhafte Erfahrung"

Der Versuch, in Österreich in Kooperation mit dem Rundfunk ORF eine Lexikonserie an den Mann zu bringen, belastete das Ergebnis laut Bob mit einer siebenstelligen Summe. Der Vorstandssprecher sprach von einer "schmerzhaften Erfahrung". Der Absatz des Duden sei 2005 wegen der Diskussion um die Rechtschreibreform zunächst deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben, erst eine verbilligte Jubiläumsabgabe kurbelte den Verkauf an. Der Verlag verwies außerdem auf hohe Kosten im Zusammenhang mit der im vergangenen Jahr erschienenen 21. Brockhaus Enzyklopädie. Die Verkaufszahlen lägen bisher etwa 20 Prozent über denen der vorigen Auflage, sagte Bob.

Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zu 2004 von 76,7 auf 82,2 Millionen Euro. Die AG konnte bei ebenfalls steigendem Umsatz einen kleinen Überschuss ausweisen. Das Unternehmen zahlt seinen Aktionären keine Dividende. Bob kündigte für das laufende Jahr wieder "einen nennenswerten Gewinn" an. Der Verlag ist auch stark im Geschäft mit Kalendern engagiert und bringt außerdem künftig die deutsche Ausgabe des "Guinnessbuch der Weltrekorde" heraus. (APA/dpa)

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    Das "ORF-Lexikon" belastet das Ergebnis in Millionenhöhe.

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