Australisch-indonesische Koproduktion "The Theft of Sita" eröffnete "Theaterformen"

8. Juni 2000, 09:20

..das Festival im eigens erbauten EXPO-Theater

Hannover - Mit der europäischen Erstaufführung der australisch-indonesischen Koproduktion "The Theft of Sita" ist am Mittwochabend das Festival "Theaterformen" zur Expo eröffnet worden. Unter der Regie von Nigel Jamieson bot die Inszenierung eine Mischung aus Schatten-Puppenspiel, Computeranimation und Live-Musik. Künstler aus Australien und Indonesien präsentierten einen poetischen Theaterabend über Ausbeutung und Unterdrückung, Protest und Engagement im Zeitalter der Globalisierung. Die Geschichte geht auf eine indische Sage zurück, die seit Generationen von Puppenspielern erzählt wird. Jamieson versuchte in diese Sage neuzeitliche Entwicklungen hineinzuweben, die sich unter anderem durch Schattenpuppen wie Bagger und Öltürme bemerkbar machten.

"Theater darf auf der Weltausstellung keine Enklave und kein Elfenbeinturm sein", sagte Expo-Kulturleiter Tom Stromberg vor Beginn der Veranstaltung. Symbolisch übergab er Festivalleiterin Marie Zimmermann das eigens für das Festival gebaute Expo-Theater.

Bei dem Festival werden bis zum 9. Juli auf dem Expo-Gelände, in der Stadt Hannover und in Braunschweig rund 30 Kompanien aus 15 verschiedenen Ländern erwartet. Insgesamt sind mehr als 100 Aufführungen zu sehen - von Newcomern bis zu etablierten Größen wie Peter Zadek und Pina Bausch. Neben den "Erzählformen der Welt" widmet sich das Festival in diesem Jahr dem "Theater der Dinge".

(APA/dpa)

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