Linz sagt Nein zu Raststätte an der Mühlkreisautobahn

18. Juni 2006, 19:34
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Grundstück ist rechtswirksam als Grünland gewidmet - Bau wäre dennoch möglich

Die Stadt Linz sagt Nein zu den Plänen, eine Raststätte an der Mühlkreisautobahn (A7) im Bereich der Abfahrt Franzosenhausweg zu errichten. Das teilte Planungsstadtrat Klaus Luger (SPÖ) nach einer Präsentation durch Vertreter der Projektbetreiber Asfinag und OMV am Montag mit.

Geplant ist eine Raststätte auf einem zirka 15.000 Quadratmeter großen Grundstück, das rechtswirksam als Grünland gewidmet ist. Dort sollte eine Tankstelle mit zehn Zapfsäulen, ein Hotel mit 80 Zimmern, ein Tagungszentrum sowie 230 Stellplätze, davon 30 für Lkw und Busse, entstehen, berichtete Luger. Es herrsche aber Einigkeit unter den Parteien, dass Linz diese Raststätte nicht brauchte. Das Projekt sei "überdimensioniert".

Lebensqualität gefährdet

Die bisherige Grünland-Widmung solle bleiben, erklärte der Planungsstadtrat. Er verwies darauf, dass es in Ansfelden und in Unterweitersdorf zwei große Raststätten für den Transitverkehr gäbe. Die Lebensqualität der Anrainer in einer Wohnsiedlung beziehungsweise in einer Kleingartenanlage wäre vor allem durch Lkw-Züge gefährdet, die ihre Motoren laufen lassen müssten.

Der Bau wäre dennoch möglich. Denn laut Paragraf 27 des Bundesstraßengesetzes könnten Raststätten auch ohne Genehmigung der betroffenen Gemeinden errichtet werden. Luger appellierte deshalb an die Asfinag, von dem Projekt Abstand zu nehmen. (APA)

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