Humvees stürzen durch Extra-Panzerung häufiger um

16. Juni 2006, 20:29
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"Dayton Daily News": 70 Prozent der Todesfälle auf schlechtere Fahreigenschaften zurückzuführen

Dayton - Die verstärkte Panzerung von amerikanischen Militärfahrzeugen im Irak hat laut einem Zeitungsbericht die Gefahr für die Soldaten nicht vermindert, sondern verstärkt. Je schwerer der Panzer, desto leichter könnten sich die Wagen vom Typ Humvee überschlagen, berichtete die "Dayton Daily News" im US-Staat Ohio. Demnach sind 70 Prozent der Todesfälle von US-Soldaten in Humvees auf solche Unfälle zurückzuführen.

"Das ist eine Formel für ein Desaster", zitierte das Blatt am Sonntag Scott Badenoch, einen Experten für die Dynamik von Militärfahrzeugen, der mit den Streitkräften zurzeit an der Version eines leichteren Schützenpanzers als Ersatz für die Humvees arbeitet.

Fehlinvestition

Demnach waren die Millionen Dollar, die seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 für die zusätzliche Panzerung ausgegeben wurden, eine Fehlinvestition. Von 85 in Humvees getöteten Soldaten seien 60 beim Umkippen ihres Fahrzeugs ums Leben gekommen. 149 von 337 Soldaten wurden auf diese Weise verletzt.

Heeressprecher John Boyce sagte der Nachrichtenagentur AP, die US-Streitkräfte nähmen diesen Bericht ernst. Die Ausbildung der Soldaten in der Bedienung von Humvees mit Extra-Panzer werde weiter intensiviert. Die US-Truppen im Irak sowie in Afghanistan benutzen zur Zeit rund 25.300 Humvees. (APA/AP)

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    Umgestürzter Humvee im Irak. Beim Versuch, einer Bombe am Straßenrand auszuweichen, kam der 21-jährige David M. Fisher ums Leben.

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