Obduktionsbericht: Zarqawi starb an Lungenverletzung

19. Juni 2006, 15:23
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Terrorist lebte nach Luftangriff noch fast eine Stunde - "Keine Beweise" für Schläge

Bagdad - Der irakische Al-Kaida-Chef Abu Mussab al-Zarqawi hat nach dem US-Luftangriff in der vergangenen Woche US-Angaben zufolge noch fast eine Stunde lang gelebt. Der Rebellen-Anführer sei 52 Minuten nach dem Einschlag der ersten Bombe in seinen Unterschlupf und 24 Minuten nach dem Eintreffen der US-Soldaten an dem zertrümmerten Gebäude gestorben, sagte der Sprecher der US-Armee im Irak, US-Generalmajor William Caldwell, am Montag in Bagdad.

Ein Militärarzt der US-Armee erklärte bei derselben Pressekonferenz, Zarqawi sei durch die Druckwellen der abgeworfenen Bomben getötet worden. Seinen Angaben zufolge haben DNA-Proben bestätigt, dass es sich bei dem Toten um den Rebellen-Anführer handle.

Die US-Armee hatte zunächst erklärt, Zarqawi sei direkt bei dem Luftangriff in der Nacht zum Donnerstag in seinem Unterschlupf bei Bakuba nördlich von Bagdad getötet worden. Einen Tag später sagte sie, der etwa 39-Jährige habe noch gelebt und sei bei Bewusstsein gewesen, als US-Soldaten das zertrümmerte Gebäude erreichten. Demnach verschied er allerdings kurz nach deren Eintreffen. (Reuters)

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    Die Überreste des Hauses, in dem Abu Mussab al-Zarqawi nach einem US-Luftangriff starb.

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