Albanien rückt näher an die EU

10. Juli 2006, 20:34
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EU-Außenminister unterzeichnen Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen

Luxemburg - Albanien hat am Montag einen großen Schritt näher in Richtung EU gemacht: Am Rande des Außenministertreffens am Montag in Luxemburg haben die amtierende Ratsvorsitzende, Außenministerin Ursula Plassnik, Erweiterungskommissar Olli Rehn und der albanische Ministerpräsident Sali Berisha ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) unterzeichnet.

Albanien ist der dritte Balkan-Staat, mit dem die EU ein solches Abkommen unterzeichnet hat. Es gilt als erster Schritt zu einer EU-Mitgliedschaft. Der Vertrag wurde in der Rekordzeit von nur drei Jahren ausverhandelt. Mitte Februar hat die EU-Kommission den Vertragsentwurf vorgelegt, dem alle 25 Mitgliedstaaten zustimmen mussten.

Das Abkommen sieht die Intensivierung des politischen Dialogs sowie die Aussicht auf ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Albanien innerhalb von 10 Jahren ab Inkrafttreten vor. Albanien verpflichtet sich außerdem, seine Gesetzgebung an die der EU anzunähern, vor allem im Bereich Binnenmarkt. Vorgesehen ist auch eine engere Zusammenarbeit im Bereich Justiz und Sicherheit.

Plassnik lobte laut Redetext die Fortschritte, die Albanien bisher gemacht habe, und mahnte gleichzeitig die zügige Fortsetzung der Reformen ein. Alle politischen Kräfte sollten angesichts der großen Herausforderungen ihre Anstrengungen bündeln, so die Außenministerin. (APA)

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