13. Juli 2007, 12:46
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Die Technische Universität (TU) Wien hat sich in der Standortdiskussion entschieden: Sie will nicht auf das Flugfeld Aspern übersiedeln, sondern die 26 bestehenden innerstädtischen Standorte verdichten. Es gebe zwar nach wie vor "unterschiedliche Meinungen" im Rektorat - u.a. ist Rektor Peter Skalicky ein deklarierter Befürworter eines Neubaus in Aspern -, angesichts der Akzeptanz durch die TU-Angehörigen und dem Risiko der Neubau-Variante werde das Rektorat nur noch die Verdichtungs-Variante weiter betreiben, heißt es in einer Information des Rektorats an die TU-Angehörigen.

Präferenz für Verdichtung

Ein wesentliches Element für die Entscheidung sei die Akzeptanz durch die TU-Studenten und -Mitarbeiter gewesen, die eine "eindeutige Präferenz für die Verdichtung" ergeben habe. Außerdem würde das Risiko der Neubau-Variante darin liegen, dass es bei einer Verzögerung oder einem Stillstand des Projekts zu einer Aufsplitterung auf zwei räumlich weit entfernte Standorte für eine sehr lange Zeit kommen könnte. Dieses Risiko sei bei der Verdichtungs-Variante nicht gegeben. Zudem habe sich gezeigt, das das Potenzial für Erweiterungen am bestehenden Standort größer als angenommen sei.

Das TU-Rektorat hat diese Entscheidung bereits der Bundesimmobliengesellschaft (BIG) und dem Universitätsrat mitgeteilt. Nun soll ein Detailkonzept für die Verdichtungs-Variante mit Zeit- und Finanzplan ausgearbeitet werden. Die geschätzten Kosten für eine Verdichtung liegen laut TU bei rund 250 Mio. Euro. Darin sind bereits die zugesagten Generalsanierungsmittel in Höhe von 118 Mio. Euro für die Sanierung von Hauptgebäude sowie Chemiehochhaus und dem Neubau des "Lehartrakts" neben dem Chemiegebäude enthalten.

Zusammenlegung von Instituten

Unklar ist noch die Zukunft der TU-Labors (u.a. Bauingenieurwesen, Maschinenbau) auf den Aspang-Gründen in Wien-Landstraße. Es könnten dort weitere Labors angesiedelt werden. Sollte die BIG die TU dort aber auf Grund eines Stadtentwicklungs-Bauprojekts ("Eurogate") weghaben wollen, müsste adäquater Ersatz gefunden werden, heißt es seitens der TU. Nach Aspern wolle man die Labors aber nicht übersiedeln, da die Entfernung zum innerstädtischen Standort zu weit sei.

Ziel der Verdichtung sei es, die TU-Fakultäten in jeweils einem Gebäudekomplex zu vereinigen. Maschinenbau und Chemie sollen demnach am Getreidemarkt in das Chemiehochhaus und den geplanten Neubau ("Lehartrakt"), Physik und Mathematik ins "Freihaus", die Informatik ins Gebäude in der Favoritenstraße, die Elektrotechnik in das Haus in der Gußhausstraße sowie Bauingenieurwesen und Architektur ins Haupthaus. (APA)

  • Ein wesentliches Element für die Entscheidung sei die Akzeptanz durch die TU-Studenten und -Mitarbeiter gewesen, die eine "eindeutige Präferenz für die Verdichtung" ergeben haben, so das TU-Rektorat.
    foto: standard.at/lichtl

    Ein wesentliches Element für die Entscheidung sei die Akzeptanz durch die TU-Studenten und -Mitarbeiter gewesen, die eine "eindeutige Präferenz für die Verdichtung" ergeben haben, so das TU-Rektorat.

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