Milzbrand-Epidemie im Krüger-Nationalpark gefährdet Huftiere

19. Juni 2006, 14:27
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Nach Trockenperioden schon öfter aufgetauchtes Phänomen - bislang Antilopen, Büffel und Giraffen betroffen

Johannesburg - Ein Milzbrand-Ausbruch rafft im Norden des südafrikanischen Krüger-Nationalparks Antilopen, Büffel und Giraffen dahin. "Wir haben vor zwei bis drei Wochen die ersten Kadaver entdeckt, wurden aber erst so richtig aufmerksam, als wir bei einem Helikopterflug vergangene Woche weitere fanden", erklärte Nationalpark-Sprecher Raymond Trevor am Montag dem südafrikanischen Rundfunk.

Nach seinen Worten ist der Ausbruch bisher auf den äußersten Norden des Parks, nahe der Grenze zu Simbabwe, begrenzt. Trevor: "Es handelt sich um einen sehr entlegenen Teil des Parks, der rund 20 Kilometer südlich des Parfuri-Camps liegt."

Bisher seien 15 Kadaver gefunden worden, die Spuren Milzbrand auslösender Anthrax-Bazillen aufwiesen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehe weder für die Anwohner noch die Besucher des Parks Anlass zur Sorge. Es habe bereits früher ähnliche Ausbrüche gegeben, die sich nicht verbreiteten. Vor allem nach langen Trockenperioden, die von ergiebigen Regenzeiten abgelöst werden, trete Anthrax auf, erklärte Trevor. Das Parkmanagement überwache die betroffene Gegend und sei auf Gegenmaßnahmen bei einem weiteren Ausbreiten vorbereitet. Der Nationalpark wird jedes Jahr von knapp einer Million Besuchern aus dem In- und Ausland besucht. (APA/dpa)

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