Internorm-Konzern rechnet mit Wachstum

29. Juni 2006, 16:13
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Der Grund: Viele Hausbesitzer wollen wegen steigender Energiepreise verstärkt in thermische Sanierung der Gebäude investieren

Linz - Der Internorm-Konzern "Internationales Fensternetzwerk (IFN)" als Anbieter von Fenstern, Fensterladen, Türen und Fassaden und Sonnenschutz rechnet mit einem Wachstum, weil viele Hausbesitzer wegen der steigenden Energiepreise verstärkt in eine thermische Sanierung ihrer Gebäude investieren wollen. Im Vorjahr hat das Unternehmen seinen Umsatz um sieben Prozent gesteigert, mit dem im Sommer übernommenen slowakischen Kunststoff- und Aluminiumfensterhersteller HSF sogar um zwölf Prozent auf 225 Mio. Euro.

"Der lange Winter brachte viele Leute zum Nachdenken", schilderte der Vorstand der IFN-Holding AG und Geschäftsführer der Internorm International GmbH, Christian Klinger, in einer Pressekonferenz am Montag in Linz. Sein Unternehmen will sich künftig weg vom Anbieter von Fenstern, Türen, Fassaden und Sonnenschutz hin zu einem für "funktionale Gebäudehüllen" entwickeln. "Wer das nicht leisten kann, wird künftig nur noch zu einem Zulieferer", argumentierte Klinger. Dazu will Internorm auch in die Erzeugung von Sonnenschutz einsteigen. Man sei auf der Suche nach einem geeigneten Unternehmen. Im Trend liege auch die "Geschoß hohe Verglasung", schilderte Klinger, weil damit mehr Licht ins Gebäude komme. Thermisch sei das kein Problem. Absolut habe sie noch ein kleines Ausmaß, aber der Absatz in diesem Bereich sei im Vorjahr um das zehn- bis 15fache gestiegen.

"Funktionale Gebäudehüllen"

Der Umsatz der IFN Holding AG, der 30 Firmen angehören, ist im Vorjahr von 210 auf 225 Mio. Euro gestiegen, das EGT von 3,8 auf 7,3 Mio. Euro, das EBIT von 3,3 auf 7,3 Mio. Der Betriebserfolg ist von 3,4 auf 7,4 Mio. Euro gewachsen, der Konzernüberschuss von 3,1 auf 5,8 Mio. Euro. Der Eigenkapitalanteil ist bedingt durch Investitionen in den Ausbau der Fensterwerke in Sarleinsbach in Oberösterreich und in Lannach in der Steiermark sowie die Entwicklung von neuen Produktlinien von 40 auf 38,57 Prozent gesunken. Der Exportanteil betrug 44 Prozent.

Für heuer erwartet das Unternehmen eine Steigerung des Umsatzes auf 250 Mio. Euro und Wachstum bei Ergebnis und Cash-flow sowie bei der Mitarbeiterzahl von 1.845 auf 1.948.

Internorm feiert heuer sein 75-jähriges Bestehen. Eduard Klinger sen., der Großvater von Christian Klinger hat sich 1931 als ein Mann-Schlosserei selbstständig gemacht. Nunmehr ist es nach eigenen Angaben mit einem Marktanteil 18 Prozent in Österreich Marktführer, ebenso in Europa - mit einem Marktanteil von einem Prozent unter 50.000 Fensterherstellern. (APA)

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