SCS Süd eröffnet Abverkaufs-Center

13. Juli 2006, 10:30
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Rund 40 Geschäfte in Sale City am Stadtrand Wiens verkaufen ihre Produkte um 30 Prozent günstiger - 50 Millionen Euro werden investiert

Wien/Vösendorf - Die Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf bei Wien, Europas größtes Einkaufszentrum, trägt dem Trend zum Ganzjahres-Abverkauf Rechnung und eröffnet Ende September ein Abverkaufs-Center. In der neuen "Sale City Süd" im Norden der SCS werden rund 40 Geschäfte aus den Bereichen Bekleidung, Schuhe, Accessoires und Sportartikel auf 10.000 Quadratmetern Restbestände von Kollektionen aus den Vormonaten um mindestens 30 Prozent unter dem Normalpreis verkaufen, sagten die SCS Holding-Vorstände Maurizio Totta und Christoph Adamek am Montag bei einer Pressekonferenz.

120 neue Arbeitsplätze

In den Bau des neuen Abverkaufszentrums werden 50 Millionen Euro investiert, 120 neue Jobs sollen dazukommen. Im ersten Jahr würden ein Umsatz von 40 bis 50 Millionen Euro bzw. 4.000 bis 5.000 Euro pro Quadratmeter und 2,5 Millionen Besucher erwartet. Die SCS selbst erzielte 2005 mit 25 Millionen Besuchern und 330 Geschäften einen Umsatz von einer Milliarde Euro im gesamten Areal und von 600 Mio. Euro im Hauptgebäude.

Die Sale City Süd soll die SCS beleben, die beiden 500 m voneinander entfernten Shoppingzentren sollen sich gegenseitig befruchten, aber nicht konkurrenzieren, wünscht sich Totta. Das Abverkaufszentrum sei auch keine Konkurrenz zu Outlet-Centern wie Parndorf, zumal dort vor allem fehlerhafte Ware oder Modelle aus den Vorjahren verkauft würden, in der Sale City hingegen Restmengen erster Wahl aus den Vormonaten. "Sollten wir Parndorf damit dennoch Konkurrenz machen, ist das auch ok", meinte Adamek.

Wettbewerbsdruck

"Der Trend zu neuen Handelsformen wird immer stärker, jahreszeitenbedingter Ausverkauf ist nicht mehr zeitgemäß", betonte Totta. Kunden wollen heutzutage permanent neue Reize haben, als neuer Typus hat sich der "Smart Shopper" herausgebildet, der Qualitäts-Mode "zu faszinierenden Preisen" sucht, sagte der Präsident des österreichischen Handelsverbandes, Stephan Mayer-Heinisch. Der moderne Modehandel muss heute auf Grund des hohen Wettbewerbsdrucks bis zu zwölf Kollektionen im Jahr herausbringen, was zu höheren Restmengen führt, die in der neuen Sale City Süd verkauft werden könnten.

In der Sale City Süd werden vor allem Betriebe aus der SCS ihre Geschäfte öffnen, aber auch neue Mieter. Mit vier Mietern aus den Bereichen Sportartikel, Lifestyle, Optik und Bücher seien bereits Verträge unterschrieben, sagte Adamek. Die Öffnungszeiten werden dieselben der SCS sein. Inklusive Sale City Süd wird die SCS künftig über eine Verkaufsfläche von 185.000 Quadratmeter verfügen. (APA)

  • Kunden wollen heutzutage permanent neue Reize haben, als neuer Typus hat sich der "Smart Shopper" herausgebildet.
    foto: standard/robert newald

    Kunden wollen heutzutage permanent neue Reize haben, als neuer Typus hat sich der "Smart Shopper" herausgebildet.

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